Endzeit: Ein biblisches Szenario
Zusammenfassung des Romans Die Illuminaten von Larry Burkett

von Armin Risi

In seinem Roman
Die Illuminaten beschreibt der christliche Autor Larry Burkett in einer fiktiven Handlung ausführlich die Machtmechanismen und Pläne dieser geheimen Machtorganisation. Der Autor kommt aus der Wirtschaft, hat akademische Grade in Marketing und Finanzwesen und arbeitete mehrere Jahre lang bei der NASA in Cape Canaveral, Florida. Er bekehrte sich dann zu Jesus als „einzigem Erlöser“, ist heute in den USA täglich als Moderator eines christlichen Radiosenders tätig und schrieb über fünfzehn Bücher. Bei seiner Darstellung der Illuminaten ist er von dem Apokalypse-Szenario beeinflußt (die totalitäre Kontrolle durch eine Wirtschaft unter den Insignien des Biestes – 666 –, die Verfolgung der Christen und das Kommen des Antichristen). Er bezieht sich dabei spezifisch auf die im 18. Jahrhundert gegründete Illuminaten-Bruderschaft und spricht im Roman immer von der „Bruderschaft“.

Der Roman, 1991 geschrieben, beginnt mit der Vorgeschichte der US-Präsidentschaftswahlen vom Jahr 2000, bei denen es den Illuminaten gelingt, mit mörderischen Intrigen Leute aus ihrem innersten Kern in die höchsten Ränge der Regierung zu bringen. Dies geschieht insbesondere dadurch, daß eine vorhergesagte Naturkatastrophe nicht bekanntgegeben wird, was zum Tod von Zehntausenden von Menschen führt. Durch eine geschickte Propaganda-Kampagne in den Medien wird die Schuld für diese Verheimlichung dann dem Gegner des Illuminatenkandidaten zugeschoben.

Nach der Präsidentschaftswahl wird ein junges Computer-Genie von der unterwanderten Regierung angestellt, um alle Computer in einem gemeinsamen globalen Datennetz zu vereinigen, mit dem Ziel des schnellstmöglichen Übergangs auf den bargeldlosen Verkehr. „Ich möchte, daß McDonalds in Moskau mit dem McDonalds in Paducah kommunizieren kann wie ich mit meiner Bank. Und ich möchte, daß alle Transaktionen durch eine zentrale Schnittstelle hier in den USA läuft“, verlangte der Präsident als Sprachrohr der Illuminaten (S. 33).

Eine künstliche Wirtschaftskrise hat die Arbeitslosigkeit und die Kriminalität in die Höhe schnellen lassen. Der Präsident ordnet an, daß es allen Bürgern verboten sei, Feuerwaffen zu besitzen. Auch werden Besitz und Einkünfte aller christlichen Gemeinden, die bisher steuerfrei gewesen sind, mit Steuern belegt, und christliche Radio- und Fernsehsendungen werden verboten. Die Christen werden durch die Medien zunehmend kriminalisiert, ihnen werden verschiedene Gewalttätigkeiten angelastet, was die Aufhetzung des Volkes noch intensiviert. Rentenkürzungen zwingen alte Menschen, wieder Arbeit zu suchen. An einem gewissen Zeitpunkt greift der Präsident zu radikalen Sparmaßnahmen: Er hat das Veto-Recht gegen jede Staatsausgabe, um den Haushalt auszugleichen. So streicht er die Finanzierung des Kongresses, setzt damit den Kongreß ab, führt das bargeldlose System DATA-NET ein und verhängt den Notstand über das Land und dann das Kriegsrecht, als die Kriminalität und die Ausschreitungen weiter zunehmen. Als an einem Wochenende in vielen Städten Kundgebungen der Christen stattfinden, obwohl ihnen die Genehmigung verweigert wurde, eröffnen angeheuerte Killer im Auftrag der Illuminaten aus den Reihen der Christen das Feuer auf die Polizei, die erschienen ist, um die nicht genehmigte Demonstration aufzulösen. Es geschehen auch Attentate auf hohe Richter und Politiker, zu denen sich anonym christliche Aktivisten bekennen. In den Medien wird der Begriff Christ synonym zu Terrorist. Das Volk beginnt, Kirchen und Häuser der Christen zu plündern und zu zerstören. Ein Anführer der christlichen Widerstandsbewegung sagt: „Offenbar ist jetzt jeder gegen jeden. Die Jungen gegen die Alten, die Schwarzen gegen die Latinos, die Christen gegen die Nichtchristen … Die ganze Situation erinnert mich an das, was ich über Deutschland vor dem zweiten Weltkrieg gelesen habe … Die Menschen waren reif für einen politischen Erlöser“ (S. 68).

Und diesen haben die Illuminaten auch parat, noch im Hintergrund, aber auf Sprung. Es handelt sich um einen Mann aus dem Nahen Osten namens Amir Hussein, der mit seinem dämonischen Charisma die Menschen in seinen Bann schlagen kann und auch über magische Kräfte verfügt. Zu Beginn seines Einstiegs in die hohe Politik nahm er einen der führenden Illuminaten und reichsten Männer der Welt in seinen Bann, indem er ihn einem feinstofflichen Dämon aussetzte, bis er todkrank war, und erschien dann als Retter in letzter Not, indem er diesen mächtigen Mann „heilte“. So beherrscht er alle mit psychischem Terror, und die Illuminatenspitze verehrt ihn, weil sie sowieso schon seit langem auf eine Führergestalt gewartet haben („… der langerwartete Messias, der über die Welt herrschen werde“, S. 147). Dieser ist ein glühender Christenhasser und will sie alle verhaften und ausrotten lassen.

Als der manipulierte Präsident die Machenschaften der „Bruderschaft“ durchschaut und erkennt, wie sein Kabinett von Mitgliedern dieser Bruderschaft durchdrungen ist, will er sie auffliegen lassen, weil ihm diese Lügen und Morde zu weit gehen. Kurz darauf wird er öffentlich ermordet. Der angeheuerte Mörder wird von einem Sicherheitsbeamten sogleich über den Haufen geschossen (deutliche Parallelen zum Kennedy-Mord). So rückt die Vizepräsidentin, eine der mächtigsten Illuminaten, ins höchste Amt der USA auf. Natürlich wird auch der Präsidentenmord den Sündenböcken, den Christen, angelastet.

Unter Husseins Anordnung werden Razzien und Verhaftungswellen durchgeführt. Hunderttausende von Menschen verschwinden und werden mit umfunktionierten Eisenbahnwaggons in bereits vorbereitete Konzentrationslager gebracht. Eine geheime Liste von subversiven Menschen, die 20 Millionen Namen umfaßt, soll in das DATA-NET-System eingespeist werden, damit diese von der Benutzung ausgeschlossen werden können. An diesem Punkt riecht das junge Computergenie Lunte: „Die Datenbank muß in der Lage sein, zwanzig Millionen Namen zu verarbeiten – für den Anfang! … [Warum?] Kontrolle! Es gibt eine Gruppe – eine sehr große Gruppe – die irgend jemand unter Kontrolle bekommen möchte. Was für eine bessere Möglichkeit könnte es geben, als sie von der Benutzung des Data-Netzes auszuschließen?“

Er macht weiterhin mit, um mehr über diese geheime Organisation erfahren zu können, weil er diese hochgehen lassen will.

Als im Nahen Osten höchste Kriegsgefahr droht, tritt Hussein als Abgesandter der US-Regierung ins Rampenlicht. Der ihm hörigen US-Präsidentin verrät er unter vier Augen: „Ich bin nur der Diener des Fürsten. Der Fürst der Finsternis wird über die Welt herrschen, wenn die Christen verschwunden sind.“ (203) Auf der anderen Seite propagiert gleichzeitig der Führer der Knesset in Jerusalem: „Es geht hier nicht um Öl. Es geht um unser Recht, die Welt zu führen. Wenn wir die Ungläubigen erst einmal vernichtet haben, wird die Welt wissen, daß Israel Gottes Werkzeug ist“ (207).

Hussein verhindert mit einem atomaren Präventivschlag gegen Israel einen Weltkrieg, worauf er von den Medien, die völlig von den Illuminaten kontrolliert sind, als der große Friedenstifter gefeiert wird. „Israel war ein Bauer in dem Schachspiel, das auf dem weltweiten Brett gespielt werden sollte, und die Bruderschaft hatte vor, beide Seiten dieses Spiels zu kontrollieren“ (213).

Nach dieser weltweiten Einschüchterung wird der nächste Schritt eingeleitet. Die Medien verkünden, das FBI habe einen internationalen Fälscherring entdeckt, der Karten von DATA-NET-Benutzern kopiere, und Drogenkartelle würden Geld auf Scheinkonten verschieben. Die einzige Hoffnung sei, „die Karten völlig abzuschaffen und auf ein fälschungssicheres System umzusteigen“: Jeder Bürger bekommt eine Tätowierung mit magnetischer Tinte auf die Hand. Dann kann mit einem Ablesegerät die Zahl abgelesen und verifiziert werden, wie bei einer Karte, nur daß eine Fälschung ausgeschlossen ist, denn jede Person hat ihre eigene Code-Nummer. „Natürlich werden Drogenhändler, Terroristen, illegale Einwanderer und flüchtige Verbrecher gegen das System kämpfen“, verkünden die Medien triumphierend. „Sobald die magnetische Tätowierung angebracht ist, braucht die Polizei nur noch Scanner auf den Bürgersteigen zu installieren, die die IDs der Passanten überprüfen. Jeder, der keine magnetische ID hat, wird aufgegriffen. Wir werden in ein paar Wochen die Städte gesäubert haben“ (232 f.).

Die meisten Menschen akzeptieren die Maßnahme als notwendiges Übel – notwendig, wie die Medien unermüdlich betonen, um die Verbrecher herauszufiltern. Dabei geht es den Illuminaten gar nicht um die Verbrechensbekämpfung, viele Anschläge sind ja von ihnen selbst inszeniert worden, einerseits um unliebsame Individuen zu beseitigen, andererseits um die Panikstimmung anzuheizen, damit dem Polizeistaat und der Diktatur nichts mehr im Wege steht. Dies soll durch zwei Hauptstrategien erreicht werden: das Geld der Bürger zu identifizieren und alle Individuen auf der schwarzen Liste zu liquidieren. „Die Sache läuft großartig“, sagt einer der Roman-Illuminaten. „Wir treiben die Christen zusammen, und die Juden auch. In diesem Land wird es sich leben lassen, sobald wir die Moralapostel und die Geldschneider los sind“ (255).

Die Verfolgungen werden intensiviert, aber dadurch geschieht es auch, daß immer mehr Leute in Machtpositionen merken, was gespielt wird. Hohe Offiziere der Armee gehen in Opposition, weil sie entdecken, daß die Präsidentin und ihr Machtapparat alle Nicht-Bruderschaft-Offiziere, insbesondere den General, absetzen und durch eigene Leute ersetzen wollen. Sie entdecken auch die wahren Gründe hinter den großen Konzentrationslagern. Mit einer spannenden Action, in der das junge Computergenie und seine christliche Freundin eine zentrale Rolle spielen, wird das DATA-NET-System gegen die Illuminaten eingesetzt. Das Genie kann über den Computer alles herausfinden, was die Illuminaten planen, und sabotiert deren Aktionen. Am Schluß bekehrt sich der größte Medienmagnat der USA zum Christentum und verkündet landesweit die Wahrheit. Das Computergenie manipuliert die Kanäle derart, daß alle Bürger denselben Sender empfangen. Das Volk erwacht, die Armeeoberhäupter schreiten zur Tat, und die Präsidentin sowie ihr engster Mitarbeiter bringen sich um. Hussein wird von den eigenen Dämonen erwürgt.

Die Geschichte ist von einem christlichen Martyrer-Pathos durchzogen, der Autor predigt die „ewige Hölle“, behauptet, die Reinkarnation sei eine Lehre der alten Ur-Illuminaten, und wiederholt, daß der Mensch von Grund auf böse sei und daß die einzige Hoffnung darin bestehe, „sich völlig Jesus Christus als ihrem Retter auszuliefern“ (372). Damit sagt er indirekt, daß jeder Andersgläubige, sei er Jude, Hindu, Moslem oder was auch immer, von Grund auf böse ist und demzufolge in die ewige Hölle komme. Im gleichen Atemzug wird auch immer wieder gesagt, die Christen seien die einzige Macht gegen das Böse.

Abgesehen von dieser Selbstbeweihräucherung enthält das Buch viele Wahrheiten, einerseits die Macht des Gebetes und andererseits die Vernetzung der irdischen Illuminaten mit astralen Wesen.

281: „Böse ist ein relativer Begriff“, sagte Hussein glatt … „Die meisten Leute würden sagen, daß Sie [ein Christenführer und angeblicher Terrorist] böse sind … Was kümmert mich Ihr Gott? Hat er Ihnen und Ihren erbärmlichen Anhängern helfen können? Nein. Ich herrsche jetzt. Ihr Gott ist ein Mythos. … Ich diene dem Herrscher der Erde.“

302: „Ich werde nicht dieselben Fehler wiederholen, die andere in der Geschichte gemacht haben. Wir werden dem großen Führer den Weg bereiten. … Ich bin nur der Vorläufer unseres Großen Führers.“

Und dann, als alles aus war: „Im Geist hörte Hussein das Flüstern eines Bösen, dem er noch nie gegenübergestanden hatte. ‚Du hast versagt, genau wie all die anderen‘, zischte die Stimme. ‚Ich werde wieder ganz von vorn beginnen
müssen. …‘ “

77: im Roman ist es ein fast allmächtiges Computergenie, das einen globalen Zentralcomputer konstruiert und programmiert.

„[Für einen globalen Zentralcomputer] brauchte man einen Input/Output-Prozessor, der mit Lichtgeschwindigkeit arbeitet, und dann einen noch schnelleren Hauptprozessor. … Das einzige uns bekannte Ding, das sich schneller bewegt als das Licht, ist der magnetische Fluß.“ Und so entstand ein Supercomputer mit „Magnetblasenspeicher“.

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