Dieser Beitrag erschien in der Zeitschrift Sagenhafte Zeiten, die von der A.A.S., der „Forschungsgesellschaft Archäologie, Astronautik und SETI“, herausgegeben wird. Die A.A.S. hat sich um Erich von Däniken gebildet. Mein Beitrag über die Frage „Evolution oder Involution“ war von der Redaktion noch zwei Jahre vorher abgelehnt worden, weil die A.A.S. wissenschaftlich sein will und meint, Wissenschaftlichkeit bedeute Evolutionsglaube und Abstinenz von jeglichem „esoterischen“ Gedankengut. Gerade deshalb mache ich dennoch in der A.A.S. mit, um auch kritische und weiterführende Gedanken hineinbringen zu können. Der nachfolgende Text wurde dann tatsächlich als Kastentext zu meinem Artikel über die Spurensuche in Borneo veröffentlicht.
Evolution oder Involution?
von Armin Risi

Im Artikel über die Spurensuche in Borneo sind zwei Punkte für die Paläo-SETI-Diskussion besonders relevant: die Schöpfungsmythen und die Erwähnung, daß es einst Menschen gab, die über Kräfte verfügten, die wir heute als „paranormal“ bezeichnen.

Die Mythen der Urvölker werden oft, und nicht zu Unrecht, für das präastronautische Szenario herangezogen. Dabei geschieht es jedoch immer wieder (und meist unbemerkt), daß zwei grundsätzlich verschiedene Weltbilder vermischt werden: das „mythische“ und das „moderne“.

Letzteres geht davon aus, daß die Entstehung der Lebewesen und des Menschen gemäß dem (neo)darwinistischen Modell verlief, nämlich daß Leben aus Materie entstand. „Am Anfang war die Materie.“ Philosophisch gesprochen nennt man dieses Weltbild
Materialismus , denn es besagt: Leben/Geist/Bewußtsein ist ein Produkt von Materie, denn es gibt nichts anderes als die Materie, d. h. das, was man mit dem Lógos be-greifen kann. Irgend einmal seien ETs auf die Erde gekommen, um den primitiven Urmenschen über einen oder mehrere Gen-Eingriffe zum „Homo sapiens sapiens“ zu mutieren. Der Mensch sei also nicht bloß ein evolviertes Tier, wie die Wissenschaft behaupte, sondern ein genmanipuliertes Tier bzw. Tierwesen – Australopithecus, Homo habilis, Homo sapiens, je nachdem, auf welche Epoche man die ET-Eingriffe ansetzen will.

Dies ist eine mögliche Hypothese, entspricht aber nicht dem Weltbild der Urvölker und auch nicht der Aussage ihrer Mythen, obwohl diese immer wieder angeführt werden, um die „präastronautische Evolutionstheorie“ zu stützen. Um objektiv zu sein, sollte man aber nicht nur jene Elemente herausgreifen, die die eigene Theorie zu bestätigen scheinen.

Die Überlieferung aller Urvölker rund um die Welt besagt, daß der Mensch als Abkömmling der Götter von den höheren Dimensionen auf die Erde gekommen sei (und nicht, daß sich eine Tierform zum Menschen wandelte). Das heißt, die überirdischen Wesen schufen ursprünglich aus den materiellen Elementen der Erde irdisch sichtbare Projektionen („Abbilder“ bzw. „Kinder“) ihrerselbst.

In modernen Worten: Die Urformen der Menschen entstanden über eine physische Verdichtung von höherdimensionalen Wesen, ein Vorgang, den man als „Involution“ (=
 kosmisch-deszendente Evolution) bezeichnen könnte. Dieses Weltbild besagt: Am Anfang ist der Geist, und Materie ist ein Produkt dieses Ursprungs bzw. Urquantensprungs. Die Theorie der Involution als Synthese von Mythos und Logos geht über den Darwinismus (Materialismus) und Kreationismus (Bibeldogmatismus) hinaus und vermag neue, verblüffende Erklärungen zu vielen anthropologischen und prähistorischen Rätseln zu geben.

Ein Aspekt der Involution wäre auch, daß es früher einzelne Menschen oder sogar ganze Kulturen gegeben hat, für die „paranormale“ Kräfte durchaus normal waren. Das würde heißen, daß nicht alle Errungenschaften, die das scheinbar Menschenmögliche übersteigen, Werke von Außerirdischen sein müssen. Vielleicht hatten die Menschen einst ganz andere geistige Potentiale und brauchten gerade deshalb keine technischen Hilfsmittel! Gemäß diesem Weltbild hätte der Mensch auch heute noch dieselben Potentiale, müßte für deren Entfaltung jedoch viele Fremdprogrammierungen überwinden, nicht zuletzt die Auswirkungen der besagten Bewußtseins- und Genmanipulationen. Diese Art von ET-Einflüssen (verbunden mit rauchenden und donnernden Himmelserscheinungen) gehört also auch zum Involutionsszenario, nur die Interpretation und Darstellung des historischen Kontexts sind verschieden.

Was eine mögliche Konsequenz der präastronautisch-materialistischen Evolutionstheorie ist, wird heute vom Ufo-Guru namens Raël demonstriert. Seit Ende 2002 macht er weltweit mit seinen Klon-Ideen Furore und behauptet, er habe von den „Göttern“, die (angeblich) den Menschen genetisch schufen, den Auftrag bekommen, dem Menschen über Cloning zur materiellen Unsterblichkeit zu verhelfen. Da Raëls Anhänger oft und auch öffentlich gerne Erich von Däniken zitieren, ist es wichtig, daß die A.A.S. über eine differenzierte Argumentation verfügt, und gerade hier eröffnet das mytho-logische Weltbild (die „Involution“) neue Dimensionen.

Obwohl diese Ansichten unwissenschaftlich oder „esoterisch“ klingen mögen, sollten sie in der Paläo-SETI-Diskussion nicht von vorneherein verworfen werden. Immerhin handelt es sich hier um ein Urwissen der Menschheit, das bei allen Urvölkern und Hochkulturen in der einen oder anderen Form gefunden werden kann. Und das sind gerade jene entschwundenen Völker, die viele der präastronautisch interessanten Errungenschaften hervorgebracht haben, seien es Schriften, Bauwerke oder andere rätselhafte Zeugnisse.

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