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Armin Risi
Philosoph • Autor • Referent
Radikal umdenken – neue Wege und Weltbilder
Dieser Artikel ist veröffentlicht in der Zeitschrift Lichtwelle (3. Quartal 2002). Jede Ausgabe dieses Magazins hat einen Themenschwerpunkt. In besagter Ausgabe, für die Armin Risi den folgenden Artikel verfasste, lautet der Schwerpunkt „Kosmische Politik“.

Die Erde als kosmischer Brennpunkt

Gibt es unsichtbare Einflüsse im Hintergrund des Weltgeschehens?


Eine Analyse aus mythologischer Sicht von Armin Risi

Während Hunderten und Tausenden von Jahren war für die Menschen aller Hochkulturen die Existenz von höheren Welten und Wesen eine selbstverständliche Tatsache. Erst seit relativ wenigen Jahren (etwa seit dreihundert) glaubt der „aufgeklärte Mensch“ plötzlich, bewiesen zu haben, daß es diese „Dinge“ gar nicht gibt – und hat gerade während dieser Zeit die Welt an den Abgrund der Selbstzerstörung geführt. Wenn es in diesen Glaubensfragen irgendeinen Beweis geben kann, ist nicht gerade das ein Beweis – ein Beweis für die verhängnisvolle Einseitigkeit des materialistischen Weltbildes? Ist der Mensch vielleicht doch Teil eines multidimensionalen Kosmos, in dem es mehr gibt als das, was der materialistische Mensch sieht und glaubt? Wäre dann nicht gerade die Unkenntnis dieser spirituellen Zusammenhänge die tiefe Ursache für den Teufelskreis, in den die Menschheit geraten ist?
Die Grundaussage aller Mysterienschulen

So verschieden die Mysterienschulen in Ost und West sein mögen, so sind sie sich doch ein einem grundlegenden Punkt einig: Die Erde existiert nicht isoliert im Weltall, sondern ist Teil eines multidimensionalen Kosmos. Sie ist verbunden mit astralen Ebenen und nichtirdischen Parallelwelten, die für die meisten Menschen jedoch unsichtbar sind, weil sie, wie man heute sagen würde, anderen Raum-Zeit-Dimensionen und Schwingungsfrequenzen angehören.

Aus diesen geheimnisvollen Welten wirken verschiedenste Wesen auf die Erde ein – einige inspirieren, andere manipulieren. Nicht alle sind selbstlos. Auch bei den unsichtbaren (höherdimensionalen) Wesen muß man unterscheiden. Frühere Kulturen erkannten dies aus eigener Erfahrung und sprachen deshalb von Göttern, Engeln, Dämonen usw.

Diese Perspektive eröffnet auch eine ganz andere Sichtweise der Menschheitsgeschichte, denn sie legt nahe, daß die irdische Vergangenheit ganz anders war, als das moderne Geschichtsbild darlegt. Doch dies ist nicht das Thema dieses Artikels. Die Frage, die hier behandelt werden soll, lautet: Wie sieht die aktuelle Weltlage aus, wenn man sie aus dieser mystischen Sicht betrachtet? Welchen Einfluß haben die unsichtbaren Dimensionen auf die irdische Evolution, Religion, Politik und Geheimpolitik?

Mythologische Wissensquellen

Die mystischen und mythologischen Quellen lehren als erstes, daß das, was auf der irdischen Bühne vor sich geht, erst dann verständlich wird, wenn man hinter die Kulissen der sichtbaren Materie blickt. Alles hat seine Hinter-Gründe. Nichts geschieht aus Zufall.

Die Eingeweihten aller Mysterienschulen der Vergangenheit und Gegenwart bekamen ihr Wissen hierüber nicht auf dieselbe Weise wie die moderne Wissenschaft. Wissen über die unsichtbaren Welten bekommt man nur, wenn man einen inneren Zugang zu diesen Dimensionen hat und wenn das Unsichtbare – aus welchen Gründen auch immer – sichtbar wird. Dieses Sichtbarwerden wurde „Mythos“ genannt, ein Einblick in die Welt der Götter und Dämonen, sei es durch Überlieferung, Erinnerung oder direkte Erfahrung.

Der ganzheitliche Mensch beschränkt sich also nicht einseitig auf die linkshirnhälftige Logik, sondern ergänzt sie durch „Mythos“, wie er der rechten, intuitiven Hirnhälfte zugeordnet ist. Die Verbindung dieser beiden Yin- und Yang-Hälften der Erkenntnis ergibt „Mytho-Logie“, die Kombination der scheinbaren Gegensätze Mythos und Logos. Ganzheitliche Menschen denken also nicht nur logisch, sondern mytho-logisch!

Die Existenz unsichtbarer Welten und Wesen

Das mythologische Weltbild erklärt auf einfache Weise, daß die Existenz von andersartigen intelligenten Wesen durchaus plausibel ist. Wenn gesagt wird, daß die meisten Planeten des Universums bewohnt sind, heißt das nicht, daß es sich dabei überall um Wesen mit irdischen Körpern handelt. Gemäß der metaphysischen Skala von Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther besteht der irdische Menschenkörper zu rund 80 % aus dem Element „Wasser“, der Rest hauptsächlich aus „Erde“.

Dementsprechend kann es auch Wesen geben, deren Körper vorwiegend aus Feuer, Luft oder Äther besteht. Wesen mit energetischen, ätherischen, astralen oder feinstofflichen Körpern sind für unsere Augen nicht sichtbar, da wir nur grobstoffliche, dreidimensionale Objekte sehen können. Andere Wesen haben jedoch einen Körper von feinerer Beschaffenheit, weshalb es ihnen möglich ist, mysteriöse Aktionen durchzuführen, wie zu schweben, durch Wände zu gehen, Menschen zu hypnotisieren und zu teleportieren, usw. Weil die Grenzen zwischen den Dimensionen fließend sind, ist es durchaus möglich, daß gewisse Wesen mit einer höheren Entwicklung oder zumindest mit einer höheren Technologie auf der Erde erscheinen.

Wenn Wesen für Menschen unsichtbar sind, heißt dies jedoch nicht, daß sie deshalb automatisch ein höheres, d. h. göttliches Bewußtsein haben. Nur schon die verschiedenen Wesen, die im Zusammenhang mit UFO-Begegnungen der 3. und 4. Art erwähnt werden, weisen darauf hin, daß nicht alle vom selben Ort oder aus derselben Dimension kommen. Dementsprechend unterschiedlich sind auch deren Mentalität und Motivation.

Gerade das vielschichtige UFO-Phänomen geht über die herkömmlichen naturwissenschaftlichen Ansichten hinaus und erfordert ein neues, multidimensionales Weltbild, in dem auch die „paranormalen“ Aspekte der materiellen Realität Platz haben, wie höhere Dimensionsebenen, mind over matter, Astralenergien und Reinkarnation. Es ist erstaunlich, daß das neue holistische Weltbild, das heute gesucht wird, nichts anderes ist als eine Annäherung an jenes Wissen, das die alten Hochkulturen bereits vor Jahrtausenden besaßen, wenngleich ihnen hierfür die „logische“ Ausdrucksweise fehlte. Der moderne Mensch hat heute den Vorteil, das Mythologische auch logisch erklären und nutzen zu können. Dies ist heute eine einzigartige Chance, die aber auch große Gefahren in sich birgt.

Beispiele aus dem vedischen Weltbild

Was die Tiefgründigkeit des mytho-logischen Wissens betrifft, so läßt sich ein sehr eindrückliches Zeugnis hierfür in den Sanskrit-Schriften der altindischen Hochkultur finden. Neben den Yoga-Schriften sind in der letzten Zeit vor allem auch die Lehren des Āyurveda bekannt geworden (jene Teile der vedischen Schriften, die sich mit Medizin und der Erhaltung der Gesundheit befassen). Weniger bekannt sind jene Teile, in denen es um den Aufbau des Universums und um Sāṅkhya, eine multidimensionale Physik, geht. Die Kosmologie der Purāṇa-Schriften enthalten Informationen über die Entstehung des Universums, die erst im 20. Jahrhundert wieder erkannt wurden, zu einem großen Teil aber noch unentdeckt sind oder bestritten bzw. verheimlicht werden, vor allem die Existenz außerirdischer und höherdimensionaler Existenzen.

Zu den mittlerweile bestätigten vedischen Informationen gehören zum Beispiel: daß der Raum in sich gekrümmt ist, daß Materie eine Form von sich ständig wandelnder Energie ist, daß Raum und Zeit relativ sind, daß das Universum seit Jahrmilliarden existiert, daß das Universum durch eine Ausdehnung der samenförmigen Urmaterie entstanden ist, daß die Erde 4 bis 6 Milliarden Jahre alt ist und aus einem glühenden Zustand hervorgegangen ist. Des weiteren wird gesagt, daß die Sonne heute etwa die Hälfte ihrer Lebensdauer hinter sich hat und in zwei Milliarden Jahren einhundertmal größer sein wird als heute, bevor sie erlöscht. Genau dasselbe erkennen heute auch die Kosmologen auf der Grundlage der Quantenphysik; wenn sie sagen, die Sonne werde in rund zwei Milliarden Jahren zu einem „Roten Riesen“ anwachsen, bevor sie zu einem „Weißen Zwerg“ verglüht.

Die wahrscheinlich berühmteste Sanskritschrift, die Bhagavad-Gītā, definiert „Materie“ als göttliche Energie, die „unendlich wandelbar“ ist (Bg. 8.4). Die Materie besteht nicht aus atomaren Lego-Steinen, wie lange Zeit angenommen wurde, sondern ist eine fließende Energie, die sowohl horizontal als auch vertikal „unendlich wandelbar“ ist. Horizontal: Die Materie erzeugt auf der uns sichtbaren Ebene konstant eine unendliche Vielzahl von neuen Formen. Vertikal: Auch quer durch das Universum hindurch ist die Materie unendlich wandelbar, indem sie sich in verschiedenen Verdichtungsgraden (Dimensionen) manifestiert. Mit jedem Dichtegrad ist eine unterschiedliche Art des Raumes verbunden, d. h. eine Welt mit eigenem Raum-Zeit-Kontinuum und mit Wesen, deren Körper der jeweiligen Schwingungsfrequenz entsprechen. Genauso wie im irdischen „Äther“ Dutzende von Fernseh- und Radioprogrammen überlagert sind und mit dem entsprechenden Empfänger kanalisiert werden können, so gibt es im Universum verschiedene überlagerte Dimensionsebenen, im Sanskrit Loka genannt. #fn:1

Das Mysterium von Polarität und Dualität

Die vedische Mysterienschule gibt eine sehr aufschlußreiche Erklärung über den Ursprung der Dualität in der materiellen Welt, nämlich daß sich vor dem Hintergrund der absoluten Realität (dem spirituellen Sein) die Raum und Zeit unterworfene Relativität (das materielle Dasein in Form von Werden und Vergehen) entfaltet. Vor diesem spirituellen Hintergrund schafft die materielle Energie Gottes eine unendliche Kette von vergänglichen Schöpfungen, angefangen mit den Universen. Das Verhältnis vom spirituellen (absoluten) Sein zum materiellen (relativen) Dasein läßt sich mit Licht und Dunkelheit vergleichen. Obwohl es letztlich nur das Licht gibt, ist die Dunkelheit, solange man sich in ihr befindet, doch eine (relative) Realität. Hierauf bezieht sich der oft mißverstandene Sanskrit-Begriff Māyā (Illusion; Fehlidentifikation, wörtlich: „das, was nicht ist“, als Gegensatz zum Ich-Bin-Bewußt-Sein).

Innerhalb der materiellen Welt umfaßt die Polarität der göttlichen Gesetze sowohl das Erschaffen als auch das Auflösen der vergänglichen Formen. Die Wesen, die sich einseitig auf den einen oder den anderen Pol festlegen, fallen aus der Einheit in die Zweiheit (Dualität) und werden dadurch urgeteilt in „positiv“ oder „negativ“.

Das Positive dient der Schöpfung, das Negative stört und zerstört die Schöpfung. Diejenigen hingegen, die in dieser Schöpfung, aber nicht von dieser Schöpfung sind, können auch innerhalb der polaren Welt die Einheit der göttlichen Liebe erleben; sie wollen sowohl für die positive als auch für die negative Seite nur das Beste, indem sie nicht urteilen, sondern der Transzendierung der Fronten dienen. Das ist etwas ganz anderes als Diplomatie und weltlicher Pazifismus.

Die Erde im Schnittpunkt der Dualität

Zur Dualität gehören gemäß mythologischer Sicht auch die kosmischen Licht- und Dunkelwelten. Licht und Schatten sind innerhalb der Relativität sich ergänzende, aber ausschließende Erscheinungen. Wo Licht ist, ist keine Dunkelheit, und umgekehrt existiert Dunkelheit nur, wenn kein Licht hinzukommt. So sind auch die Licht- und Dunkelwelten parallele Existenzebenen, die getrennt sind und sich nur in einem bestimmten, begrenzten Bereich berühren, nämlich dort, wo Licht und Schatten aufeinandertreffen bzw. sich trennen.

Kosmisch gesehen, ist der Bereich, wo die Licht- und Dunkelwelten sich scheiden, entscheidend, denn dort entscheiden die inkarnierten Seelen mit ihrem freien Willen, in welche Richtung sie gehen wollen. Wie leicht ersichtlich ist, gehört unsere Erde zu eben jenem entscheidenden Bereich, was sich daran zeigt, daß die Erde weder Licht- noch Dunkelwelt ist, sondern daß Einflüsse von beiden Seiten wirksam sind. Wir sehen auf der Erde einerseits brutale bis bestialische Gewalten, andererseits göttliche und selbstlose Individuen, die in größeren oder kleineren Kreisen unscheinbar, aber wunderbar der göttlichen Liebe dienen.

Wie erklären sich diese extremen Gegensätze? Die mythologische Antwort lautet: Weil Seelen aus den Licht- und Dunkelwelten auf der Erde inkarnieren und die entsprechenden Einflüsse verstärken. Und die Seelen, die auf die Erde gekommen sind, um hier als Menschen die Prüfung der Entscheidung zu durchlaufen, sehen sich verschiedensten Einflüssen ausgesetzt: Verführung, Verlockung, Ablenkung, Zerstreuung. Es ist eine brisante Hypothese, daß dieser Konsumismus direkt oder indirekt den Dunkelwelten entspringt, mit der Zielsetzung, daß möglichst viele Menschen nicht den Weg der Selbsterkenntnis und Gottverbundenheit wählen, sondern sich in Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit verlieren.

Kampf um Lebensenergie

Dunkelheit kann nur existieren, wenn der entsprechende Bereich vom Licht getrennt und abgeschnitten ist. Auf ähnliche Weise sind die Dunkelwelten und die dort eingegangenen Wesen vom Licht, von der Quelle, abgeschnitten. Da sie die direkte und bewußte Verbindung mit der Quelle, „Gott“, verloren haben, sind sie auch nicht in der Lage, aus diesem göttlichen Urgrund Energie und Inspiration zu schöpfen. Deshalb ist es für sie „natürlich“, sich von woanders her Energie und Inspiration zu holen, nämlich von anderen Lebewesen. Dies ist der mythologische oder archetypische Urgrund von Ego-Mentalität und Manipulation.

Der ergiebigste Bereich für solche Ernten ist dort zu finden, wo Wesen leben, die sich noch nicht für das Licht entschieden haben, nämlich im Bereich, wo der „Schatten“ das Licht berührt, wie z. B. auf der Erde. In diesem entscheidenden Brennpunkt kosmischer Auseinandersetzung können Energieräuber als Seelenfänger auftreten und sich fast beliebig viel Lebensenergie holen, sei es direkt durch das energetische „Auffressen“ der Opfer oder subtiler durch Machtsysteme und ein Sich-verehren-Lassen. Der psychologische Mechanismus, der all diesen Vereinnahmungen und Manipulationen zu Grunde liegt, ist die Angstprogrammierung. #fn:2

Hier ließe sich analysieren, wie diese Programmierung auf der Erde schon seit langer Zeit die HERRschaftsstrukturen, die Religionen und die individuelle Entfaltung der Menschen, insbesondere die Frau-Mann-Beziehung, beeinflußt, wenn nicht sogar vergiftet haben. Dies würde auf erschütternde Weise zeigen, daß tatsächlich ein massiver Energieraub stattfindet. Kriege, Religionskonflikte, Dogmatismus, Rassismus, Sexismus usw. würden plötzlich in einem entlarvenden Licht erscheinen …

Einblick in die Dunkel- und Lichtwelten

Die mythologischen Quellen bezeichnen die Dunkelwelten als die Schatten der Lichtwelten. Die negativen Welten gehören genauso zur materiellen Welt wie die lichtvollen, positiven Welten, denn die materielle Welt ist eine Welt der Polarität. Die Präsenz des Negativen weist darauf hin, daß auch die Seite des Positiven nicht das endgültige Ziel der spirituellen Entwicklung darstellt. Das Positive ist „gut“, weil es das Sprungbrett zum göttlichen Bewußt-Sein, zur bedingungslosen Liebe, darstellt, und das Negative ist „böse“, weil es genau diese göttliche Perspektive leugnet oder sogar bekämpft. Aber beide Pole befinden sich immer noch innerhalb der materiellen Welt.

Die Bewohner der höheren Dimensionen sind sich der Realität Gottes bewußt, und sie sehen sich als Diener und Vertreter Gottes innerhalb des Universums, weshalb die Sanskritsprache sie als „göttliche Wesen“ (Devas) und „Lichtwesen“ (Suras) bezeichnet. Aus dem Vergleich mit ihren eigenen göttlichen Fähigkeiten erahnen und erleben sie die unendliche Allmacht und Liebe Gottes.

Was die Bewohner der Dunkelwelten betrifft, so sehen sie sich selbst nicht als dunkle Mächte. Sie sind von ihrem atheistischen Weltbild völlig überzeugt, weshalb sie auch überzeugt sind, daß das, was sie tun, „gut“ ist. Aus ihrer Sicht sind die Wesen, die an einen Gott jenseits der Materie, an einen „transzendenten“ Gott, glauben, Betrüger, und zwar aus dem einfachen Grund, weil sie selbst glauben, daß es keinen transzendenten Gott gibt. Deshalb senden sie ihre Missionen aus, um den (aus ihrer Sicht) dunklen und verrückten Mächten den Kampf anzusagen.

So kommt es, daß auf der Erde Wesen aus den lichtvollen und auch aus dunklen Welten Einfluß nehmen, geboren werden oder erscheinen. Der irdischen Bevölkerung bieten sich beide Seiten an, und jeder Mensch muß selbst entscheiden, mit wem er/sie sich einlassen will. Die Vertreter beider Seiten sagen, daß sie göttlich sind und es nur gut meinen. Innerhalb der materiellen Welt der Dualität sind die Begriffe „göttlich“ und „gut“ aber relative Begriffe, denn jedes Wesen und jede Macht stellt sich darunter etwas anderes vor – und ist selbst verantwortlich dafür.

Selbstverantwortung und Eigeninitiative

Obwohl innerhalb der materiellen Dualität Licht und Dunkelheit klar unterschieden werden müssen, sind letztlich doch alle Wesen spirituelle Individuen, und sie alle haben die Chance, vor allem wenn sie auf der Erde inkarniert sind, diese spirituelle Selbst-Erkenntnis zu erlangen.

Was bedeutet dies praktisch? Jeder Mensch hat zwar seinen ganz individuellen Weg zu Gott, aber dennoch gibt es gewisse Hilfen, die dem Finden dieses Weges zuträglich sind. Ein wichtiger Punkt, der von den höheren Lichtwesen (durch ihre Lehren und durch ihr Vorbild in irdischer Inkarnation oder auch medial) schon seit längerer Zeit und erst recht heute mitgeteilt wird, ist, daß die Menschen im gegenwärtigen Zeitalter die größte Kraft aus der geistigen Gemeinschaft ziehen können, viel mehr als wenn sie einzelgängerisch einen asketischen oder eremitischen Weg gehen wie die Yogīs und viele (mittlerweile aufgestiegenen) Meister früherer Epochen.

Hier soll nur eines von vielen Beispielen für diese Empfehlung gegeben werden. Es ist eine mediale Botschaft, in der gesagt wird (nach einer aufrüttelnden Beschreibung, wie die dunkle Seite vor allem die inkarnierten Lichtseelen angreifen wird):
„So wißt, das Folgende ist zu tun. Schließt euch im Kreise eurer Familie und in den Reihen derer, die euch nahestehen, enger zusammen! Verabredet einen Zeitpunkt, zu dem ihr euch regelmäßig einmal in der Woche zusammenfindet, nur um euch in der Liebe auszutauschen! Geht bei diesem Austausch gemeinschaftlich in das Gebet und in die Verbindung mit dem Vater, geht zum Thron der Einheit selbst! Findet euch also wie einstmals im Verbund der Liebe zusammen …“ #fn:3
Die praktische Erfahrung bestätigt die Wirksamkeit dieser Empfehlung. Wenn einige Menschen, die sich in Liebe und Vertrauen verbunden sind, zusammenkommen, um sich gemeinsam für das Gebet und die innere Führung, sogar für das innere Wort, zu öffnen, kann eine bisher ungeahnte Dynamik und Intensität des spirituellen Lebens aktiviert werden. Dies geschieht in völliger Eigenverantwortung und dennoch nicht in Isolation. Da Liebe die Grundlage ist, braucht keiner der Teilnehmer eine Guru-Rolle zu übernehmen. Man braucht auch nicht zu missionieren, da es gar nicht darum geht, eine möglichst große Meditationsgruppe aufzubauen. Wenn der Kreis aus den genau richtigen Personen besteht, ist es nicht erforderlich, daß er vergrößert wird. Man kann jedoch mit anderen Bekannten über die Erfahrungen in diesem persönlichen Lichtkreis sprechen und sie ermutigen, ebenfalls einige liebe Menschen zu finden, mit denen sie ihren eigenen Kreis aufbauen.

Durch solche mystischen Erfahrungen können die Beteiligten unabhängig von Religionen, Dogmen und Führergestalten ein großes Selbst- und Gottvertrauen entwickeln, und sie werden auch immun gegen jede Art von „Seelenfängern“, denn in einem solchen Kreis können sich weder Manipulationen und Angstprogramme einschleichen, weder von außen noch von innen. Sobald Gruppen größer werden, nistet sich der Machtgedanke ein, angefangen mit dem Wunsch nach mehr Einfluß oder mehr Mitgliedern, und so können entsprechende Einflüsse Zugang finden, wie dies bei allen Religionen und „Sekten“, aber auch bei politischen und idealistischen Organisationen mehr oder weniger zu sehen ist.

Je mehr die Erde zum Brennpunkt und sogar zu einem Brandherd wird, desto wichtiger ist es, daß die Menschen, vor allem diejenigen, die sich für den spirituellen Weg entscheiden, geistig verbunden sind. Solche Verbindungen können jedem Aspekt des Lebens – der gelebten Individualität, Kreativität, Intimität, Medialität, Spiritualität usw. – neue Impulse geben, die über das Materielle hinausführen. Dadurch können wir auch die Eingebungen bekommen, was wir im Äußeren konkret tun können, um mögliche Veränderungen zu bewirken. „Wenn zwei oder drei sich in meinem Namen versammeln, bin ich mitten unter ihnen“, sagte Jesus bereits vor zweitausend Jahren. Dies kann zu einer erfahrbaren Realität werden.

Überwindung von überholten Programmierungen

Beim Betrachten der vielen Einflüsse, die auf die Erde einwirken und zum Teil sehr Dunkles in die Wege leiten, könnte es schnell geschehen, daß man Feindbilder schafft und Schuld projiziert. Mit „Mythologik“ können wir jedoch erkennen, daß hinter allem auch ein tieferer Sinn lebt, und diesen gilt es zu entdecken, auch wenn das Dunkle selbst diesen göttlichen Sinn nicht kennt. Es gehört jedoch zur Herausforderung, daß wir hier auf der Erde, mitten im Brennpunkt des kosmischen „Star Wars“, uns der verschiedenen Einflüsse bewußt werden und uns entscheiden – im Idealfall im wörtlichen Sinn: uns ent-scheiden, d. h. die Scheidung vom spirituellen Bewußt-Sein überwinden.

Das ist eine der wichtigsten Botschaften der Mysterienschulen und Offenbarungen aller Zeiten.
„Ich versichere euch: Jeder, der mir vertraut, wird auch die Taten vollbringen, die ich tue. Ja, seine Taten werden meine noch übertreffen …!“ (Joh 14,12)
  1. Diese Zusammenhänge hat der Autor dieses Artikels umfassend in den Büchern Gott und die Götter und Unsichtbare Welten dargelegt, verbunden mit den entsprechenden Originalzitaten und aktuellen Gegenwartsbezügen.
  2. Siehe: Tom Smith/Armin Risi: Das Kosmische Erbe – DNS, Devolution und der Kampf um die Erde, Govinda-Verlag 2001
  3. Susanne Osswald, Karl Schnelting: Deine Wille geschehe jetzt! S. 161, Govinda-Verlag 1997