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Bücher von Armin Risi

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Armin Risi
Philosoph • Autor • Referent
Radikal umdenken – neue Wege und Weltbilder

Die „weißen Bruderschaften“
und die „schwarzen Bruderschaften“

Was verbirgt sich hinter diesen Begriffen, und wie unterscheidet man sie?


von Armin Risi

Wenn Individuen mit einer bestimmten (gottzugewandten oder gottabgewandten) Aufgabe auf der Erde inkarnieren, bleibt zwischen ihnen und den Welten, aus denen sie entsandt wurden, immer eine Verbindung bestehen. Das Bewußtsein dieser Menschen ist nicht völlig in die dichte Materie vertieft, weshalb sie empfänglich bleiben für Impulse aus den unsichtbaren Bereichen, selbst wenn sie sich dessen nicht bewußt sind; aber sie fühlen sich gedrängt zu einer bestimmten Lebensmission. Die einen sind wie versessen auf ein politisches, ideologisches oder wissenschaftliches Ideal und arbeiten verbissen an der Verwirklichung ihrer „Vision“; andere fühlen sich getragen von einer göttlichen Inspiration und schöpfen daraus Kraft, um mit Eigenbestimmung und freiwillig ihrer Berufung zu dienen, sei es durch selbstlose Werke der Liebe in einem kleinen oder größeren Kreis, durch das eigene Vorbild, durch harmonisches Unterstützen, durch Heilen, Musik, Literatur, Kunst oder auch in der Wissenschaft, Esoterik und Politik.

Die herabgestiegenen und die gefallenen „Engel“ schöpfen beide aus höheren Quellen der Kraft, mit denen sie karmisch verbunden sind. Sie haben in dieser Hinsicht große Vorsprünge gegenüber den gewöhnlichen Erdenbürgern des Kali-Yugas, die in der dichtesten physischen Ebene festsitzen und von diesen höheren Zusammenhängen meistens nicht die geringste Ahnung haben. Das entscheidende Kriterium ist natürlich, wie sie diese Vorsprünge verwenden: verantwortungsvoll und dienend oder eigenwillig und manipulierend.

Angesichts der göttlich und der dämonisch begeisterten Menschen und der rätselhaften Entwicklungssprünge, die von ihnen ausgingen, hat es schon immer Menschen gegeben, die ahnten, daß über den Menschen höhere Kräfte wirksam sind und auch konkret Einfluß nehmen. Schon viele Bücher sind durch sie und über sie geschrieben worden, Bücher über die „Strategien der Schöpfung“, die erklären, „daß es eine Macht gibt, welche die Entwicklung der Menschheit lenkt: das unsichtbare Kollegium, bestehend aus Abgesandten einer kosmischen Macht. Sie sind verantwortlich für unsere Evolution. Ziel dieser Außerirdischen, der Drachensöhne, ist es, die Menschen zur Zusammenarbeit zu bringen und ein neues Zeitalter einzuläuten.“#fn:1

Dieses „neue Zeitalter“ kann eine neue Weltordnung mit einer erzwungenen Einheit sein (durch Globalisierung und Monopolisierung) oder eine neue Welt in Ordnung und Harmonie, basierend auf höherer Einsicht und Liebe. Diese beiden Ziele sind grundlegend verschieden, und es gibt verschiedene Hierarchien und beiden dienen entsprechende Hierarchien und „aufgestiegene Meister“.
Meister ist nicht gleich Meister

Sowohl die göttliche wie die asurische Seite umfaßt Hierarchien, in denen Meister und geistige Inspiratoren tätig sind. Sie alle sind Teil derselben göttlichen Schöpfung, jedoch mit unterschiedlichen Funktionen. Die einen verschleiern den Schöpfungsplan (die Befreiung der Seelen aus der Materie) und handeln ihm zuwider, selbst oder vor allem wenn sie von weltlicher Ethik und neuer Weltordnung sprechen. Die anderen dienen der individuellen Erkenntnis des Schöpfungsplanes, indem sie den Menschen zeigen, wie man sich von der Bindung an die unendlichen Karma-Ketten lösen kann. Sie verkörpern die Gnade Gottes, im Gegensatz zu denjenigen Mächten, die Gott und Gottes Gnade ignorieren, um aus eigener Kraft nach Veredelung, Souveränität und Vollkommenheit zu streben.

Die positiven und negativen Hierarchien werden oft als die „weiße Bruderschaft“ und die „schwarze Bruderschaft“ bezeichnet. Irdisch gesehen, sind beide im Unsichtbaren tätig und arbeiten mit einflußreichen Vertretern und Vertreterinnen zusammen, die auf der Erde inkarniert sind und mit ihren höherdimensionalen „Brüdern“ in Kontakt stehen.

Die Vertreter der dunklen Seite sind gegenwärtig auf globaler Ebene derart vorherrschend, daß sie konkrete Schritte eingeleitet haben, um nach der Monopolherrschaft zu greifen. Die Vertreter der „weißen Bruderschaft”, eigentlich eine Brüder- und Schwesternschaft, treten momentan meist nur vereinzelt auf und sind im Hintergrund tätig, denn sie manipulieren nie und respektieren den freien Willen der Menschen und auch den freien Willen ihrer negativen Brüder. Sie werden von der Masse meistens nicht erkannt, in der Regel sogar bekämpft und abgelehnt, denn sie bieten Weltbilder und Alternativen an, die den gewohnten Lauf der Dinge in Frage stellen. Sie weisen durch ihr individuelles Beispiel auf die Kraft der Liebe und die Realität Gottes hin. Die mächtigsten Personen der göttlichen Offenbarungslinie lassen den Menschen, die zu ihnen finden, Hilfe zukommen, ohne sich selbst ins Zentrum zu stellen oder sich selbst als die Quelle dieser Kräfte zu bezeichnen. Sie lassen nie einen Zweifel, daß sie nur Diener und Instrumente Gottes sind.

Die Kenntnis des Schöpfungsplanes zeigt, daß es nicht das Ziel des Lebens ist, Herrschaft über die Materie zu erlangen (nicht einmal in einem positiven Sinn), obwohl auch bei vielen Schriften der weißen Bruderschaften der Eindruck entsteht, man könne nur durch die bewußte Herrschaft über die Materie (über den eigenen Körper, die inneren Energien und die magischen Kräfte) einen Zugang zu Gott finden. Hier befinden wir uns schon wieder an der Grenze zu elitärem Geheimwissen, das schnell die Verlockung von subtilen oder sogar globalen Machtspielen ins Blickfeld rufen kann.

Es wäre aber ein unglaubwürdiger Gott, wenn nur eingeweihte Magier oder vorausbestimmte Auserwählte die Möglichkeit hätten, zur Quelle, zur Vollkommenheit, zur Wahrheit zu gelangen. Die Verbindung mit Gott (yoga = religio) zeichnet sich jedoch gerade dadurch aus, daß sie nicht materiell ist. Sie ist deshalb nicht von materiellen Bedingungen abhängig, sondern von spirituellen, letztlich nur von einer einzigen: vom freien Willen. Wer sich aufrichtig von Herzen wünscht, alle materiellen Bindungen zu überwinden, und dementsprechend lebt, hat den Weg zur wahren Vollkommenheit erreicht. Hier, auf diesem Weg, gilt: Der Weg ist das Ziel. Das Ziel ist, Gott zu dienen, und man erreicht dieses Ziel, indem man Gott dient. Die Unterschiede in dieser Vollkommenheit sind nur noch qualitativ, ähnlich wie die Unterschiede zwischen einer unreifen und einer reifen Frucht. Eine grüne Mango ist bereits eine Mango, sie unterscheidet sich zwar qualitativ von einer reifen Mango, doch ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch sie reif ist. Ebenso befinden sich alle gottzugewandten Menschen bereits in der Kategorie der Vollkommenheit, wohingegen die gottabgewandten Menschen nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ eine Änderung vollziehen müssen, nämlich eine kategorische Änderung ihrer Bewußtseinsausrichtung.

Die Schöpfung ist vergleichbar mit einer Treppe zurück zu Gott, doch auf dieser Treppe kann man aufwärts oder abwärts gehen. Diejenigen, die abwärts gehen, müssen im wahrsten Sinn des Wortes eine Umkehr machen.

Der Weg zurück zu Gott steht allezeit allen offen, man braucht sich nur bewußt dem Ziel zuzuwenden. Einer Person, die sich auf diesen Weg begibt, kommen von selbst alle notwendigen Hilfen, Kräfte und Informationen zu, ohne daß sie sich getrennt darum bemühen muß. Das einzige, was man tun muß, ist, diese dargebotenen Hilfen anzunehmen, und dies erfordert Kraft, Demut und Freiheit vom Stolz des Ego.

Die gottgeweihten Personen, die in ihrem Leben Weg und Ziel vereint haben, die „reif“ sind, vermögen Wunder zu vollbringen, die auch die besten Magier nicht zu vollbringen vermögen, nämlich: in anderen Menschen den Wunsch zu aktivieren, ebenfalls aus freiem Willen diese Vollkommenheit anzustreben.

Die „weißen Bruderschaften“ und die Paramparā – das Tor zurück in die spirituelle Welt

Der Weg zurück zu Gott öffnet sich zweifach: von Gott herabkommend und zu Gott aufsteigend. Zu den „weißen Bruderschaften“ gehören all diejenigen, die von der irdischen Ebene aus sich Gott zugewandt haben und auf der symbolischen Treppe den Aufstieg anstreben. Die gereinigten Seelen, die den Aufstieg in die nächsten Dimensionen vollzogen haben, werden demzufolge „aufgestiegene Meister“ genannt. Wie ältere Brüder und Schwestern fühlen sie sich für ihre jüngeren Geschwister auf der Erde verantwortlich und reichen ihnen mit liebender Zuneigung die Hand, damit diese, wenn sie wollen, Hilfe finden.

Neben den „weißen (gottzugewandten) Bruderschaften“, welche die zu Gott aufstrebenden Kräfte vereinen, wirken im Universum auch noch Kräfte, die direkt von Gott ausgehen und die höchste Gnade (Erlösung aus dem materiellen Dasein) vermitteln. Im Vergleich mit den Brüder- und Schwesternschaften kommt hier auch noch die Hilfe der Mutter und des Vaters hinzu. Den Menschen reichen also nicht nur die „älteren Geschwister“ die Hand, sondern auch Gottmutter und Gottvater (im Sanskrit Rādhā und Kṛṣṇa).

Die Gottgesandten reichen den Gottzugewandten die Hand und öffnen das ent-scheidende Tor, das durch die Mauern der Scheidung endgültig hinausführt in die spirituellen Reiche jenseits aller materiellen Bereiche der Polarität. Man kann diese spirituelle Welt nicht als eine Dimension bezeichnen, denn Dimension bedeutet „das Abgemessene; ein Bereich innerhalb der Materie (Relativität) mit einem eigenen Raum-Zeit-Verhältnis“. Die spirituelle Welt ist jedoch kein relativer Bereich von Raum und Zeit, sondern die Realität von Unendlichkeit und Ewigkeit. Sie ist, um es paradox zu umschreiben, die absolute Dimension, die Einheit der unendlichen Individualität jenseits aller Dualität.

Die göttliche Offenbarungslinie, die vom Ziel kommend zum Ziel weist, wird im Sanskrit Paramparā genannt: „die Linie vom Höheren zum nächsten (ausgehend vom Höchsten).“ Kosmisch betrachtet, bezeichnet das Wort Paramparā die interdimensionalen Hierarchien und, irdisch betrachtet, die historischen Meister-Schüler-Nachfolgen. Innerhalb des Universums geht die Paramparā von der höchsten Quelle aus, von Viṣṇu, der Brahmā erleuchtet, und umfaßt alle sieben Dimensionsebenen. Auf der Erde besteht sie nicht nur in einer dimensionalen Nachfolge, sondern auch in einer historischen. Auf diese Weise werden die zeitlosen Wahrheiten durch alle Dimensionen und Zeiten hindurch herabgereicht, von Meister zu Schüler, durch die Jahrtausende und Jahrhunderte hindurch bis in die heutige Zeit. Mitglieder der göttlichen Paramparā inkarnieren nicht nur in Indien, sondern zu allen Zeiten in allen Kulturen, und die Mitglieder der weißen Bruder- und Schwesternschaften dienen ihnen und bereiten ihnen den Weg.

Die Gottesoffenbarung durch die Paramparā sind wie Flüsse, die zum Meer führen, und die aufsteigenden Gemeinschaften sind wie Nebenflüsse dieser Flüsse. Durch die Nebenflüsse wird Wasser zu den Flüssen gebracht; #fn:2 ebenso dienen die weißen Brüder- und Schwesternschaften der Vorbereitung der Menschen und der Wegbereitung der Paramparā. Auf den höchsten Stufen sind diese Brüder- und Schwesternschaften und die Paramparā vereint. Die höchsten Brüder und Schwestern sind Mitglieder der Paramparā, und diese weihen wiederum andere Brüder und Schwestern ein, so daß die Brüder- und Schwesternschaften von direkten Paramparā-Mitgliedern „infiltriert“ werden. Die Paramparā-Mitglieder sind die wahren Erleuchteten der Menschheit, die wahren Erleuchteten. (Hier zeigt sich, daß die Asura-Hierarchien der Schattenmächte, die sich „Illuminaten“ nennen, nichts anderes sind als Imitationen der Lichtkräfte, so wie auch jeder Schatten nichts anderes ist als eine unförmige Imitation eines Originals. Den Schatten fehlt jedoch eine Dimension. Sie sind nur zweidimensional, das Original jedoch dreidimensional. Den Schattenmächten fehlt die Dimension des Lichts, d. h. der Liebe und der Gottverbundenheit. Natürlich können auch sie dieses Licht des wahren Lebens erlangen, aber dann können sie nicht mehr „Schattenwesen“ bleiben.)

Gott ist immer und überall offenbar, in gewissen Zeitaltern mehr, in anderen weniger. Aber wer sucht, der findet. Diese göttliche Versicherung gilt ewiglich, nicht erst – aber erst recht – seit zweitausend Jahren. Damals wurde ein Kreis zwischen der Bruderschaft und der Paramparā geschlossen, um den Kreis auf einer höheren Ebene zu erweitern, auf der gesamten Erde und rückwirkend durch alle Dimensionen.
  1. Rückentext auf dem Buch von Johannes von Buttlar, Drachenwege – Strategien der Schöpfung. In dieser Suche nach Spuren der „Drachensöhne“ werden jedoch die positiven und negativen Linien nicht auseinandergehalten, sondern vermischt.
  2. Das Beispiel mit den Flüssen und Nebenflüssen ist auch noch in einer anderen Hinsicht treffend: Es gibt auch Wasserläufe, die ins Trockene führen, obwohl sie unterwegs genau wie ein Fluß aussehen. Diese Strömungen, die in eine Sackgasse führen, sind vergleichbar mit den negativen Entwicklungslinien der Asuras. Diese Linien führen unweigerlich ins Trockene, aber das Wasser bleibt nicht ewig im Sand, sondern verdunstet. Es muß jedoch nach dem Niederregnen den Kurs ändern, denn solange es in dieselbe Richtung fließt, wird es immer wieder im Trocknen enden. Ebenso können auch die asurischen Wesen ein höherführendes Dasein finden, aber dafür müssen sie ihren Kurs ändern.