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Deutsch English BCHS
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Armin Risi
Philosoph • Autor • Referent
Radikal umdenken – neue Wege und Weltbilder

›Leaving Neverland‹ –
Wichtige Hintergrund-Informationen

Fakten, die darauf hinweisen, dass Wade Robson und James Safechuck
mit ihren Anschuldigungen gegen Michael Jackson lügen

Zusammengestellt von Armin Risi

Armin Risi ist Co-Autor des Buches MAKE THAT CHANGE – Michael Jackson: Botschaft und Schicksal eines spirituellen Revolutionärs, von Sophia Pade und Armin Risi, Erstveröffentlichung 2017; zweite, aktualisierte Auflage 2019.

  • Veröffentlicht am 17. April 2019 (evtl. folgen Ergänzungen und, falls nötig, Korrekturen)
  • Englische Übersetzung dieses Artikel hier.
1) ›Leaving Neverland‹ ist kein Dokumentarfilm
›Leaving Neverland‹, entstanden unter der Regie des britischen Filmemachers Dan Reed, ist eine Co-Produktion der amerikanischen TV-Anbieters HBO (Home Box Office) und des englischen Channel 4; Protagonisten sind Wade Robson (geb. 17.9.1982) und James Safechuck (geb. 28.2.1978), die behaupten, sie seien als Kinder von Michael Jackson, dem King of Pop, vielfach und auf extreme Weise sexuell missbraucht worden. Die erste öffentliche Aufführung des Films war am Sundance Film Festival, 25. Januar 2019. Die Erstausstrahlung (in zwei Teilen) in den USA auf HBO folgte am 3. und 4. März 2019, in England auf Channel 4 am 6. und 7. März. Die Senderechte wurden an mehr als130 Stationen verkauft.

Die Produzenten bezeichnen ›Leaving Neverland‹ als „documentary“ (Dokumentarfilm). Aber diese Produktion ist kein Dokumentarfilm, sondern eine Verschwörungstheorie. Der Begriff „Dokumentarfilm“ oder „Doku“ erweckt einen falschen Eindruck, denn in diesem Film wird nichts dokumentiert. Wir hören nur, wie Wade Robson und James Safechuck schlimmste Anschuldigungen gegen Michael Jackson erheben, und wir hören einige ihrer Familienmitglieder, denen sie ihre Story erzählt haben (Robsons Mutter, Schwester, Bruder, Großmutter sowie Robsons Ehefrau, Safechucks Mutter und seine Ehefrau).

Alle Dokumente, Zeugen, Fakten und logischen Argumente, die auf Widersprüche oder Unwahrheiten hinweisen würden, werden ignoriert, unterschlagen oder dann verzerrt wiedergegeben. Wir haben es also nicht mit einem Dokumentarfilm zu tun, sondern mit einer filmischen Produktion, die extrem einseitig ist. In der vorliegenden Abhandlung bezeichnen wir ›Leaving Neverland‹ mit dem neutralen Begriff „HBO-Film“.
2) Es gibt nur zwei mögliche Wahrheiten bei ›Leaving Neverland‹
Es gib nur zwei mögliche Wahrheiten bei ›Leaving Neverland‹: Die Anschuldigungen sind entweder wahr, oder sie sind unwahr.

Wenn die Anschuldigungen wahr sind, würde dies bedeuten, dass Michael Jackson des vielfachen sexuellen Missbrauchs von Knaben schuldig war und einen gespaltenen Charakter hatte, so dass er neben seinem sanften Wesen gleichzeitig eiskalt seine ganze Familie, seine erste und zweite Ehefrau, seine Fans und die gesamte Welt anlog und dazu auch noch zwei Staatsanwälte, die Polizei, das FBI, den Richter und das gesamte Geschworenengericht, seine Leibwächter, all die Besucherfamilien auf Neverland und viele andere täuschen konnte.

Wenn die Anschuldigungen unwahr sind, würde dies bedeuten, dass Wade Robson und James Safechuck auf skrupellose Weise lügen, um über den Gerichtsweg eine Klage von 1,5 Milliarden Dollar voranzutreiben und auch anderen Zielen und Interessengruppen zu dienen. #fn:1 Robson und Safechuck haben Schauspielerfahrung, und sie hoffen, durch ihre Anschuldigungen Millionen von Dollars zu bekommen. Geben sie sich nur als Opfer aus, und verhöhnen sie damit indirekt alle wahren Opfer von Kindesmissbrauch? Viele kritische Betrachter bejahen diese Frage und bezeichnen diesen „documentary“ als „mockumentary“ (von engl. to mock, „täuschen; verhöhnen“).

Als Zusammenfassung kann hier bereits vorab gesagt werden, dass Robsons and Safechucks Behauptungen in vielen Punkten widersprüchlich sind oder direkt als Unwahrheit entlarvt werden konnten. Sie stehen unter dem Verdacht, eine der bösartigsten und schlimmsten Verleumdungsaktionen der Geschichte in die Welt gesetzt zu haben. Ihre Behauptungen sollten deshalb gründlichst überprüft und hinterfragt werden.

Einige, die den HBO-Film gesehen haben, reagieren mit einem irrationalen Argument, indem sie sagen: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so skrupellos lügen würde – und deshalb glaube ich Robson und Safechuck.“ Wer dies sagt, ist jedoch bereit, noch etwas viel Unglaubhafteres zu glauben, nämlich dass Michael Jackson auf eine skrupellose Weise gelogen hat, und das für mehr als zwanzig Jahre!

In einem Interview mit Dan Reed, das im Magazin Vanity Fair am 21. Februar 2019 veröffentlicht wurde, wurde erwähnt, der Film werde als voreingenommen und einseitig kritisiert, worauf Reed entgegnete: „Was wäre denn die andere Seite der Geschichte? Dass Michael Jackson ein großer Entertainer und ein großartiger Typ war?“ – Diese Antwort war zynisch und unehrlich, denn die andere Seite der Geschichte ist, dass Robson und Safechuck möglicherweise lügen und dass Michael Jackson (im Folgenden manchmal mit MJ abgekürzt) nicht das Monster war, als das er in diesem Film dargestellt wird. Dan Reed wirft der Michael-Jackson-Nachlassverwaltung, den MJ-Fans und allen, die seinen Film kritisieren, vor, sie würden einfach ihre Kultfigur und ihren „Vermögenswert“ verteidigen. Aber Reed verteidigt ebenfalls seinen „Vermögenswert“, nämlich Robson & Safechuck, denn diese haben ihm ein reißerisches Thema geliefert, mit dem ihm seine bisher mit Abstand größte Produktion gelang.

Eine kritische Betrachtung des HBO-Films und der Aussagen von Robson und Safechuck lässt sehr schnell ein Netz von ständig wechselnden Darstellungen, Widersprüchen, Irrtümern und Lügen erkennen.

Es ist bemerkenswert, dass die ursprüngliche Version dieses „Dokumentarfilms“ in der Zwischenzeit um 45 Minuten gekürzt wurde. Herausgeschnitten wurden die Stellen, die am leichtesten widerlegt oder als Lügen entlarvt werden konnten. Hier folgen zwei Tweets, in denen dies erwähnt wird, geschrieben von Taj Jackson, dem Sohn von Tito Jackson (und Neffe von Michael Jackson).
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3) Haben beide zwanzig Jahre lang gelogen, oder lügen sie jetzt?
Am auffälligsten ist, dass Wade Robson und James Safechuck erst vor wenigen Jahren (2012 bzw. 2013) begannen, eine völlig andere Darstellung von Michael Jackson zu geben, und zwar dann, als sie beide – unabhängig voneinander – in finanzielle Schwierigkeiten gerieten und Karriereprobleme hatten.

Robson und Safechuck mit ihren Eltern / Müttern waren seit den späten 1980er Jahren mit Michael Jackson befreundet und haben davon in vieler Hinsicht profitiert, auch finanziell. Als die falschen Anschuldigungen erhoben wurden (1993 von der Chandler-Familie und 2003 von der Arvizo-Familie, mit dem Prozess in der ersten Jahreshälfte 2005), bezeugten sowohl Wade Robson als auch James Safechuck gegenüber der Polizei und den Untersuchungsbehörden, gegenüber Journalisten und natürlich auch gegenüber ihren Eltern, dass Michael Jackson sich nie ungebührlich verhalten habe, von einem Missbrauch ganz zu schweigen. Beide sagten dies auch in strengen Verhören, Wade Robson vor Gericht sogar unter Eid.

Michael Jacksons Unschuld wurde von vielen anderen Zeugen bestätigt, ebenso durch das Gerichtsurteil von 2005. Auch nach Michael Jacksons Tod (er starb am 25. Juni 2009) sprachen Roboson und Safechuck mit hoher Wertschätzung über ihn und dankten ihm für alles, was er für sie persönlich, für die Welt und für die gesamte Menschheit getan hatte.

2012/2013 begannen Robson und Safechuck jedoch plötzlich, eine ganz andere Story zu erzählen, und sie versuchten, von der Michael-Jackson-Nachlassverwaltung rund 1500 Millionen (1,5 Milliarden!!) Dollar zu bekommen, und zwar als Abfindung für angeblichen sexuellen Missbrauch vor rund 25 Jahren. Robson wollte zuerst über einen nicht-öffentlichen Gerichtsweg einen hohen Millionenbetrag bekommen – was zeigt, dass seine spätere Behauptung, es gehe ihm nicht ums Geld, sondern um das öffentliche Aufzeigen des Problems, nicht stimmt. Erst als sich die Nachlassverwaltung weigerte, auf seine Millionenforderungen einzugehen, startete Robson den öffentlichen, v.a. massenmedialen Krieg gegen Michael Jackson und die Nachlassverwaltung.

Seit 2013 vertreten Robson und Safechuck eine Verschwörungstheorie, die behauptet, Michael Jackson habe „die raffinierteste Geheimoperation für sexuellen Kindesmissbrauch“ am Laufen gehabt („Michael Jackson ran the most sophisticated child sex abuse operation the world has ever known“). Sie behaupten, diese angebliche Verschwörung sei so „raffiniert“ gewesen, dass niemand etwas davon gesehen habe – obwohl Michael Jackson als eine der öffentlichsten Personen seiner Zeit mehrfach strengen und invasiven Untersuchungen unterzogen wurde. 1993 kam es wegen der Chandler-Anschuldigung zu einer Untersuchung durch den Staatsanwalt und die Polizei, und von da an waren er und Neverland unter ständiger Beobachtung. Die Polizei führte auf Neverland dreimal eine Razzia durch: eine im Jahr 1993 und zweimal im Jahr 2004 aufgrund der Anschuldigungen durch die Arvizo-Familie. Diese Anschuldigungen wurden im viereinhalb Monate langen Gerichtsprozess von 2005 in jedem Punkt widerlegt. Es wird immer wieder behauptet, der Freispruch sei nur aufgrund eines Mangels an Beweisen erfolgt, aber das ist eine Falschdarstellung der Tatsachen. Jeder Punkt und jeder „Beweis“ war falsch oder fabriziert. Das Gerichtsurteil lautete: Michael Jackson ist unschuldig in allen 14 Anklagepunkten.
4) Die Beweiskraft der früheren Zeugenaussagen und der Fotos, die glückliche Kinder zeigen, ohne die geringste Spur von Angst und Einschüchterung
Wade Robson (geb. 17. September 1982) und James Safechuck (geb. 28. Februar 1978) verteidigten Michael Jackson über all die Jahre hinweg, indem sie wiederholt bestätigten, dass sie nie irgendwelches ungebührliches Verhalten von Michael Jackson erlebten, ganz zu schweigen von Missbrauch. Sie sagten dies immer aus ihrem eigenen freien Willen und aus ihrer eigenen Initiative heraus. Damals, als sie Neverland besuchten, so wie viele andere Familien auch, war es offensichtlich, dass alles unschuldig und von reiner Gesinnung war.

Und die vielen Fotos von Michael Jackson zusammen mit dem jungen Wade Robson und dem jungen James Safechuck zeigen dann auch unbeschwerte, stolze und fröhliche Jungs. Kein Zeichen von Einschüchterung oder Angst. 25 Jahre später behaupten diese beiden aber plötzlich, sie seien genau in diesen Jahren auf eine gewaltsame und perverse Weise von Michael Jackson missbraucht worden – und zwar so, dass Michael Jackson sie mit Drohungen eingeschüchtert habe, indem er ihnen gesagt habe: „Wir beide werden von der Polizei geholt und ins Gefängnis geworfen, wenn du irgendwo jemandem etwas sagst!“

Diese (absurde) Behauptung wird später (in Kapitel 8c) näher betrachtet werden. Hier in diesem Argument sei einfach auf die vielen Fotos verwiesen, auf denen Michael Jackson mit Wade oder mit James oder auch mit anderen Kindern zu sehen ist. All diese Kinder sind glücklich, strahlend und freudvoll, nicht die geringste Spur von Angst oder Einschüchterung, Irritation oder dunklen Geheimnissen.
5) Die gröbsten Irrtümer (oder Lügen) von James Safechuck im HBO-Film
5a) Besuch im Disneyland von Paris, als es noch gar nicht existierte, und falsche Angaben bzgl. der Grammy-Zeremonie in New York
James Safechuck behauptet in seiner eidesstattlichen Erklärung, dass er das erste Mal im Zeitraum vom 25. bis 28. Juni 1988 in einem Hotelzimmer in Paris missbraucht worden sei, als er Jackson auf dessen Bad-Tour begleitete. Safechuck behauptet auch, Jackson habe damals mit ihm eine geheime Hochzeitszeremonie durchgeführt, bei der er ihm einen Ring geschenkt habe. Danach hätten sie, als Teil ihrer Flitterwochen, das Disneyland in Paris besucht. Das Disneyland in Paris existierte 1988 aber noch nicht! Es wurde erst 1992 eröffnet.

Darüber hinaus behauptet Safechuck, er habe Jackson nach dem Ende der Bad-Tour, im Februar 1989, nach New York zur Grammy-Preisverleihung begleitet, wo Jackson auch aufgetreten sei. In dieser Zeit, so behauptet er in seiner eidesstattlichen Erklärung, habe „fortgesetzter sexueller Missbrauch stattgefunden“. 1989 fanden die Grammys jedoch in Los Angels statt, und Michael Jackson war nicht dabei!

(In New York hatten die Grammy-Awards im Jahr zuvor, 1988, am 2. März, stattgefunden, und dort war Michael Jackson tatsächlich aufgetreten. Das war jedoch mehrere Monate, bevor Safechuck gemäß seinen Angaben zum ersten Mal missbraucht wurde, und dort war er nie allein mit Jackson zusammen gewesen. Er war immer bei seinen Eltern gewesen, wie seine Eltern und auch er selbst bestätigen.)

5b) Die Lüge mit der Neverland-Bahnstation
https://www.youtube.com/watch?v=SNph-drQWSQ
Debunking Leaving Neverland 'Lie By Lie' ~ Lie #4: “Sex at the Train Station”
[„Die Entlarvung von Leaving Neverland „Lüge für Lüge“ – Lüge Nr. 4: „Sex in der Bahnstation“]

Seit 2014 behauptet James Safechuck, er sei von 1988 bis 1992 sexuell missbraucht worden. Im HBO-Film sagt er: „Im Bahnhofhaus gibt einen oberen Stock, und wir hatten auch dort oben Sex.“ Die Bahnstation existierte damals aber noch gar nicht! Die Konstruktion dieses Gebäudes begann erst spät im Jahr 1993 und wurde 1994 beendet. Vom März bis Dezember 1994 wohnte Michael Jackson zusammen mit der Tochter von Elvis Presley, Lisa Marie Presley, in New York (bei Donald Trump im berühmten „Trump Tower“, da er und Trump befreundet waren). Er war für die Produktion seines Doppelalbums HIStory in New York. Während dieser Zeit, am 26. Mai 1994, heirateten Michael und Lisa ganz privat während eines Besuchs auf der Dominikanischen Republik. Das fertige Bahnhofhäuschen sah Michael Jackson erst bei seiner Rückkehr nach Neverland 1995.

Als der englische MJ-Biograph Mike Smallcombe die am 2. September 1993 abgestempelte Baugenehmigung für das Bahnhofgebäude veröffentlichte, stritt Dan Reed diesen Fakt nicht ab, aber er veränderte einfach Safechucks Zeitangaben! Er schrieb auf Twitter: „[…] Kein Widerspruch bei der Zeitangabe. James war auf Neverland vor und nach der Errichtung des Bahnhofs. Er machte sogar Fotos von der vollendeten Bahnstation, die wir in der Doku zeigen. Und der sexuelle Kontakt mit Michael dauerte bis in seine Teenager-Jahre. Das ist alles im Film.“

Dan Reeds neue Version ist jedoch eine Lüge oder eine verantwortungslose Ignoranz. Smallcombe erklärte gegenüber der Zeitung The Mirror: „Reed macht den erstaunlichen Schritt, Safechucks Zeitangaben eigenhändig zu verändern, indem er behauptet, Jackson habe ihn bis in die Zeit nach der Eröffnung der Bahnstation 1994 missbraucht. In seiner Gerichtseingabe bestätigt Safechuck, dass er Neverland nach 1992 nur noch ein einziges Mal besuchte, und das war ‚gegen Ende 1995 oder Anfang 1996‘. Damals war Safechuck 18 Jahre alt. Wenn Reed nun sagt, Safechuck habe gegenüber dem Gericht eine falsche Angabe gemacht, sagt er damit quasi, dass Safechuck sich meineidig ausgedrückt hat.“ #fn:2

Einige, die Robson&Safechuck verteidigen wollen, antworteten auf diesen Widerspruch, dass sie in zwei Publikationen Hinweise gefunden hätten, dass auf Neverland bereits um 1990 ein Bahnhof existiert habe. Mike Smallcombe – in seiner Antwort in The Mirror vom 8. April 2019 – erklärte jedoch, dass einer dieser Autoren nie auf Neverland war und Neverland nur auf der Grundlage späterer Darstellungen beschrieb, ebenso wie der Ghostwriter des anderen erwähnten Buches. Fakt ist: Auf Neverland gab’s vor 1994 keinen Bahnhof.

Dan Reeds Reflex, mit dem er die Zeitlinie veränderte, ist ein schwacher Versuch, diesen eklatanten Widerspruch aus der Welt zu schaffen. Safechucks Widerspruch könnte mit einer viel einfacheren und viel logischeren Erklärung aufgelöst werden, nämlich: Safechucks ganze Geschichte ist eine Lüge. Das würde bedeuten, dass er erst 2013 begann, seine Geschichte zu konstruieren, und damals war das märchenhaft wirkende Bahnhofgebäude ein bekanntes Wahrzeichen von Neverland. Safechuck baute deshalb dieses markante Gebäude in seine Geschichte ein, ohne zu merken, dass das Gebäude damals noch gar nicht existierte.

Dieser Fehler zeigt auch, wie schwach und vage seine echten Erinnerungen an Neverland sind. Safechuck weiß nicht einmal mehr, dass der später berühmt gewordene Bahnhof noch gar nicht vorhanden war, als er als Kind Neverland besuchte. Kritische Beobachter sagen deshalb: „Dieser Fehler weist darauf hin, dass Safechucks Missbrauch-Geschichte eine viel später geschaffene Konstruktion ist.“ („This mistake points to a hindsight construction of Safechuck’s molestation story.“)

5c) James Safechucks Lüge, er sei 2005 gebeten worden, im Prozess als Zeuge aufzutreten
Im HBO-Film behauptet Safechuck, dass Michael Jackson ihn angerufen habe, um zu bitten, er möge im Prozess 2005 für ihn aussagen. Er habe das abgelehnt, worauf Jackson sehr wütend geworden sei und ihm mit seinen Anwälten gedroht habe, sie würden kommen und ihm große Probleme bereiten wegen ihrer früheren gemeinsamen sexuellen Aktivitäten.

Was Safechuck hier behauptet, ist nur noch stupide. Er will uns glauben machen, Jackson habe ihn wieder mit der Drohung „wir beide werden ins Gefängnis gehen“ einschüchtern wollen und dabei gemeint, James würde dies als erwachsener Mann immer noch glauben. Wenn Safechuck tatsächlich missbraucht worden wäre, dann wäre es für Jackson absurd und selbstmörderisch gewesen, diesen Mann mit einer solchen Drohung zu einer (falschen!) Zeugenaussage bewegen zu wollen. Die Wahrheit ist, dass Safechuck nie auf der Liste von möglichen Zeugen war. Er war für diesen Prozess irrelevant. Die Behauptung, Jackson habe ihn zu einer Zeugenaussage drängen wollen, ist eine eklatante Lüge. #fn:3

5d) James Safechucks Mutter ebenfalls unter Verdacht zu lügen
Im HBO-Film sagt James’ Mutter, Stephanie Safechuck, sie habe vor Freude und Erleichterung getanzt, als sie hörte, dass Michael Jackson gestorben sei. Sie habe Gott gedankt. „Nun kann er keine Kinder mehr missbrauchen!“ Und sie fügt hinzu: „Ich war so froh, dass er tot ist.“ In seiner Zivilklage von 2014 hatte James Safechuck jedoch schriftlich festgehalten, er habe erst „erkannt“, dass er „missbraucht“ worden sei, als er im Mai 2013 mit einer Therapie begann, und er habe in all den Jahren zuvor niemandem irgend etwas gesagt. Wie kommt es, dass Safechucks Mutter im HBO-Interview von 2018 sagt, sie habe 2009 bei der Todesmeldung vor Freude getanzt? #fn:4

(Neuerdings behauptet Safechuck, er habe schon 2005 „gewusst“, dass Jackson „böse“ sei, weshalb er sich geweigert habe, vor Gericht auszusagen. Diese Behauptung ist aber eine Lüge, siehe 5c. Und mit dieser taktischen Behauptung widerspricht er den eigenen Aussagen in seiner Gerichtseingabe.)

5e) Die Safechuck-Familie bekam 2013 plötzlich finanzielle Probleme
Revealed! Why Safechuck is REALLY Suing Michael Jackson!
https://www.youtube.com/watch?v=T_CL5VpNKWU
(„Inaworldoflove”, 14.03.2019)

Durch obige kurze Dokumentation wird ersichtlich, dass die Safechucks 2013 plötzlich ein dringendes finanzielles Motiv hatten, sich Robsons Millionenklage anzuschließen. Robson & Safechuck wollen das MJ-Estate für rund 1,5 Milliarden Dollar verklagen. Selbst wenn sie bei einem außergerichtlichen Vergleich (worauf beide anscheinend hoffen) auch nur 1% der geforderten Summe bekämen, wären das immer noch 15 Millionen Dollar!

Auch Robson hat unter anderem finanzielle Motive, wie aus der unten verlinkten Kurz-Doku hervorgeht.

Debunking Leaving Neverland ‘Lie By Lie’ ~ Lie #1: “It’s Not About Money”
https://www.youtube.com/watch?v=Koc1dcRBIUc
(„The Michael Jackson Innocent Project”, 3.02.2019)
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6) „Bei ihren abgewiesenen Gerichtsklagen gegen das Jackson-Estate haben Robson und Safechuck mehrfach bewiesenermaßen gelogen.”
Die folgenden Beispiele stammen aus dem Brief, den Howard Weitzman am 7. Februar 2019 an Richard Plepler, den Chef von HBO, sandte. Weitzman ist der Anwalt des Michael-Jackson-Estate, d.h. der MJ-Nachlassverwaltung.

[Ende Februar 2019 gab Richard Plepler überraschend bekannt, dass er HBO verlässt, nach fast 28 Jahren. Das war kurz bevor HBO ›Leaving Neverland‹ am 3. und 4. März ausstrahlte.]
[Untertitel im Brief:]
Bei ihren abgewiesenen Gerichtsklagen gegen das Jackson-Estate haben Robson und Safechuck mehrfach bewiesenermaßen gelogen.

[…] Auch beim abgewiesenen Gerichtsverfahren gegen das Estate hat sich mehrfach gezeigt, dass Robson mit Lügen arbeitete. Zum Beispiel wollte er den Paragraphen der zeitlichen Begrenzung für finanzielle Klagen gegen das Estate dadurch umgehen, dass er unter Eid aussagte, dass „ich [vor dem 4. März 2013] nicht verstand und mir nicht einmal bewusst war, dass eine [Michael-Jackson-]Nachlassverwaltung für die Administration eröffnet worden war“. Das ist eine Lüge. In Wahrheit hatte sich Robson 2011 persönlich mit John Branca, einem der Nachlassverwalter, in Brancas Büro getroffen, als er die (abgelehnte) Bewerbung vorbrachte, um bei der Michael-Jackson-Show des Cirque du Soleil mitarbeiten zu können. Vor dem Treffen mit Herrn Branca hatte Robsons Agent ihm [Robson] gesagt, er müsse „John Branca, die Person, die das Estate leitet“, kontaktieren. Es überrascht nicht, dass der Untersuchungsrichter Robsons Klage gegen das Estate abwies, indem er kommentierte, dass kein vernünftiger Mensch Robson Glauben schenken könne, wenn dieser sage, er habe bis zum 4. März 2013 nichts von der Existenz der Michael-Jackson-Nachlassverwaltung gewusst, wenn es doch eine Tatsache ist, dass er sich mit John Branca, einem der beiden Nachlassverwalter, getroffen hatte. Im Klartext: Der Richter befand, dass Robson in einer eidesstattlichen Aussage gelogen hatte. […]
Allein diese eine Tatsache müsste grundlegende Zweifel an der ganzen Robson-Story wach werden lassen: „Der Richter befand, dass Robson in einer eidesstattlichen Aussage gelogen hatte.“ (!!)
7) Haben Robson und Safechuck ihre Geschichten wirklich nicht gegenseitig besprochen?
Das Folgende ist ein weiterer Ausschnitt von Howard Weitzmans Brief an den HBO-Chef Plepler:
[…] Zum Beispiel, im bereits erwähnten Interview in der Huffington Post [link im Weitzman-Brief angegeben] bestätigt Mr. Reed eine Aussage des Interviewers, nämlich dass „etwas vom Eindrücklichsten in der Doku sei, wie die Stories [von Robson und Safechuck] übereinstimmen, obwohl beide sich vorher nicht gekannt hätten“. In einem anderen Interview “bestätigt” Reed, dass Robson und Safechuck „aus juristischen Gründen voneinander ferngehalten wurden, lange bevor sie für diesen Film kontaktiert wurden“. Reed führt diesen Punkt aus und sagt, das sei getan worden, damit „sie ihre Geschichten nicht austauschen konnten“. „Sundance war das erste Mal, dass sie sich [als Erwachsene] trafen. Es war das erste Mal, dass sie eine nennenswerte Zeit zusammen waren.“ [link im Weitzman-Brief angegeben] Das ist völlig falsch. (This is utterly false.) In der Gerichtseingabe von 2016 bezeugt Robson, dass er sich 2014 mit Safechuck unterhalten hatte, d.h. in jenem Jahr, in dem Safechuck seine eigene Gerichtsklage gegen das Estate einreichte.

Als Robson gefragt wurde, worüber sie sich unterhalten hatten, verweigerte Robson die Antwort – sein Anwalt hatte ihn angewiesen, nichts zu sagen, weil die gemeinsamen Anwälte von Robson und Safechuck mit den Gesprächen der beiden im Jahr 2014 zu tun hatten. Wir können also nie wissen, was die beiden besprachen und wie sie ihre Geschichte mit der Hilfe ihrer Anwälte aufeinander abstimmten. Wenn wir uns vor Augen halten, dass beide vom Estate Hunderte von Millionen von Dollar fordern wollten, so hatten sie Hunderte von Millionen von Gründen, ihre Geschichten aufeinander abzustimmen.
Fassen wir zusammen: Dan Reed stellt die Fakten falsch dar, indem er behauptet, Robson und Safechuck hätten ihre Geschichten nicht vorher besprochen und das Sundance Film Festival im Januar 2019 sei „das erste Mal“ gewesen, dass Robson und Safechuck „sich [als Erwachsene] trafen“. „Es war das erste Mal, dass sie eine nennenswerte Zeit zusammen waren.“ Wie der Estate-Anwalt Howard Weitzman klar festhält, ist dies „völlig falsch“ (utterly false). Fakt ist, dass Safechuck von Robson „rekrutiert“ wurde! Sie werden sogar von derselben Anwaltsfirma vertreten. Wir müssen also annehmen, dass Robson und Safechuck seit 2014 intensiv zusammenarbeiten.

Es ist ein Trugschluss zu glauben, weil sich Robsons und Safechucks Geschichten gegenseitig ergänzen, sei dies ein Indiz dafür, dass diese Geschichten wahr seien. Erstens war Robsons Gerichtseingabe öffentlich zugänglich, als Safechuck mit seinen Behauptungen aktiv wurde. Zudem sind alle früheren Anschuldigungen gegen Jackson allgemein bekannt. Bei Safechuck kommt noch ein weiterer verdächtiger Faktor hinzu, denn viele Elemente seiner Behauptungen finden sich in einem Buch des Lügenautors Victor Gutierrez, das dieser 1996 veröffentlichte: Michael Jackson Was My Lover – The Secret Diary of Jordie Chandler („Michael Jackson liebte mich – Das geheime Tagebuch von Jordie Chandler”). Dieses Buch ist eine üble Fiktion. Der junge Jordan Chandler schrieb kein Tagebuch voller Beschreibungen pädophiler Tätigkeiten. Dieses Buch entsprang den eigenen perversen Fantasien des Autors. Jordan („Jordie“) Chandler veröffentlichte 1997 eine persönliche Erklärung, mit der er sich von Gutierrez’ Buch distanzierte. 1998 verlor Gutierrez einen Gerichtsfall gegen Michael Jackson und wurde zu einer Buße von 2,7 Millionen Dollar verurteilt als Schadenszahlung, weil er Michael Jackson mit Lügen verleumdet hatte. Gutierrez zahlte die Buße nie, wurde aber immer wieder von TV-Stationen als „Jackson-Experte” eingeladen, wodurch er seine Lügen weiter verbreiten konnte.

Wenn wir nun Safechucks Behauptungen hören und die Parallelen zu Gutierrez’ Buch erkennen, ist die Annahme ziemlich naheliegend, dass Safechuck sich von diesem Buch „inspirieren“ ließ. Robsons Behauptungen enthalten ebenfalls einige Elemente aus dem Gutierrez-Buch.

Die Parallelen zum Gutierrez-Buch werden, als einer von mehreren Punkten, in der hervorragenden Doku von Liam McEwan anhand konkreter Beispiele dargestellt:

Neverland Firsthand: Investigating the Michael Jackson Documentary
www.youtube.com/watch?v=m4trDbeFWTY
Liam McEwan (30.03.2019)

Die Gutierrez-Parallelen werden auch hier aufgezeigt:
A Critical Analysis of “Leaving Neverland”
https://themichaeljacksonallegations.com/2019/02/25/a-critical-analysis-of-leaving-neverland
“Claim 2: The stories are convincing because they are sexually explicit and detailed.”
8) Widersprüchliche Erklärungen, warum sie plötzlich, nach 20 Jahren, das Gegenteil sagen
Robson und Safechuck müssen erklären, warum sie über mehr als zwanzig Jahre hinweg immer gesagt haben, es habe nie irgendwelches ungebührliches Verhalten und erst recht keinen Missbrauch gegeben. Sie haben grundlegend vier Erklärungsmodelle, die sich jedoch widersprechen:

8a) Sie waren in Michael verliebt und erkannten nicht, dass ihre [angeblichen] sexuellen Aktivitäten einen Missbrauch darstellten.
8b) Sie waren in Michael verliebt und wollten ihn beschützen.
8c) Sie waren von Michael Jackson eingeschüchtert worden, und er habe sie trainiert, überzeugend zu lügen.
8d) Robson sagt manchmal auch, er habe gewusst, dass „dies” nicht gut war, und er habe alles verneint, weil er sich geschämt habe.

8a) Sie waren in Michael verliebt und erkannten nicht, dass ihre [angeblichen] sexuellen Aktivitäten einen Missbrauch darstellten.
Wade Robsons erste Erklärung (2013) besagte, er habe nicht erkannt, dass es sich um „Missbrauch“ handelte, bis er sich 2012 einer Therapie unterzog. Als Safechuck sich ihm anschloss, argumentierte er auf die gleiche Weise, indem er sagte, er habe den „Missbrauch“ erst im Mai 2013 „erkannt“, als er Wade Robsons TV-Auftritt sah.

Zuallererst muss festgehalten werden, dass beide im Jahr 1993 von der Polizei verhört wurden, und die Beamten machten diesen Buben auf unmissverständliche Weise klar, dass irgendetwas in sexueller Richtung falsch und kriminell gewesen wäre. 2004/2005 wurde Robson, nun 23 Jahre alt, erneut juristisch mit dieser Thematik konfrontiert. Vor Gericht wurde Robson von den Anklägern mit vielen aggressiven Fragen „gelöchert“. Im Brief, der in Kapitel 6 und 7 zitiert wurde, schreibt Howard Weitzman diesbezüglich:
Wade Robson hat 2005 als Erwachsener vor Gericht mit vielen Details bezeugt, dass Michael Jackson nie etwas Ungebührliches mit ihm getan oder ihm angetan hat. Er wurde dann von Ron Zonen, einem der erfahrensten Strafverfolgern Kaliforniens, in ein durchdringendes Kreuzverhör genommen. Trotz alledem bleib Wade Robson in all seinen Aussagen standhaft [ohne irgendwelche Widersprüche]. Darüber hinaus existieren von Wade Robson auch von der Zeit nach seiner Aussage im Zeugenstand viele Videos (online leicht aufzufinden), in denen er Michael Jackson als eine große Inspiration bezeichnet und immer wieder verneint, dass Michael ihn jemals missbraucht habe.
Heute nun behaupten Robson und Safechuck, dass sie trotz aller dieser Verhöre nicht erkannt hätten, dass „dies“ sexueller Missbrauch war. Sie beschreiben krasse Hardcore-Praktiken und wollen uns glauben machen, sie hätten sogar als 20- und 30-Jährige nicht gewusst, dass so etwas abnormal und kriminell ist.

8b) Sie waren in Michael verliebt und wollten ihn beschützen.
Der HBO-Film versucht, Michael Jackson als abstrusen Typen darzustellen, die im Namen von Liebe viele junge Knaben missbrauchte und meinte, solche sexuellen Praktiken seien ein Ausdruck von Liebe, was er dann auch seinen Opfern eingeredet habe. Dan Reed sagt wiederholt, Robson habe Jackson 2005 aus Liebe beschützen wollen. Hier nur ein Beispiel, entnommen dem Interview von Piers Morgan mit Dan Reed in der Sendung „Good Morning Britain“ vom 6. März 2019. Dort sagt Dan Reed: „Wade war in Michael verliebt und wollte alles tun, um den Mann zu retten, den er als Vaterfigur, als Mentor und als früheren Sexualpartner sah. […] Er wollte ihn retten, er ging vor Gericht und war dort Nummer-1-Zeuge der Verteidigung.“

Das widerspricht offensichtlich der gesamten Story, die Robson seit 2013 erzählt, in der er behauptet, er habe erst 2012 zu „erkennen“ begonnen, dass er „missbraucht“ worden sei. Sowieso ist es absurd zu glauben, Robson&Safechuck hätten nicht gewusst, dass all die Hardcore-Szenarien, die sie heute beschreiben, pädophile Straftaten darstellen. Sie müssen aber irgendwie erklären, warum sie seit 2013/14 plötzlich eine ganz andere Darstellung geben.

8c) Sie waren von Michael Jackson eingeschüchtert worden, und er habe sie trainiert, überzeugend zu lügen.
Robson und Safechuck behaupten manchmal auch, Michael Jackson habe sie eingeschüchtert und gedroht, sie würden von der Polizei geholt und ins Gefängnis eingesperrt, wenn sie irgend jemandem etwas über ihre sexuellen Aktivitäten erzählen. Wir sollen also glauben, Jackson habe ihnen derart Angst gemacht, dass sie – als Kinder – nie mit ihren Eltern über diese schweren Drohungen sprachen. Wie bereits erwähnt, steht eine solche Annahme nicht nur im Widerspruch zu aller Logik und zur bekannten Charakterstruktur Michael Jacksons, sondern auch im Widerspruch zu allen Fotos von Michael Jackson mit dem jungen Wade und dem jungen James.

Robson behauptet heute sogar, Jackson habe ihn trainiert, wie er vor dem Richter überzeugend lügen könne – was absurd ist, denn Robson äußerte sich über zwanzig Jahre hinweg konsistent und widerspruchsfrei. Er brauchte kein Training. Wenn man Wade Robsons Zeugenaussage beim Prozess 2005 liest, ist klar, dass wir hier einen Mann hören, der die Wahrheit spricht – aus eigener Initiative und aus eigener Überzeugung.

8d) Robson sagt manchmal auch, er habe gewusst, dass „dies“ nicht gut war, und er habe alles verneint, weil er sich geschämt habe.
Manchmal erklärt Wade Robson auch, er habe beim Prozess 2005 jeglichen Missbrauch verneint, weil er sich für das (angeblich) Vorgefallene geschämt habe. Dann wiederum verneint er, dass er sich geschämt habe – denn Schamgefühle würden seinen anderen Darstellungen widersprechen, wo er sagt, er habe nicht erkannt, dass irgend etwas von dem, was sie (angeblich) getan haben, falsch gewesen sei.
9) Wade Robsons Geschichte über den ersten „Missbrauch“ ist eine Lüge
Eine dramatische Szene im Film ist die, wo Wade Robson beschreibt, wie er als Achtjähriger (angeblich) das erste Mal missbraucht wurde. 1990 besuchte die in Australien lebende Familie Robson zum ersten Mal die USA und besuchte dabei auch Michael Jackson auf seiner Neverland Ranch in Kalifornien. Die Robsons blieben für zwei Tage, dann reisten sie für fünf Tage zum Grand Canyon und kamen für das nächste Wochenende zurück nach Neverland. Im Film behauptet Robson nun, er sei nicht mitgegangen, sondern sei allein bei Jackson geblieben und habe während dieser Zeit die ersten Missbräuche erlitten – die er im Film auf abstoßend detaillierte Weise beschreibt.

Er will uns glauben machen, dass er als Achtjähriger nach dieser für ihn völlig neuen und befremdlichen Erfahrung des wiederholten sexuellen Missbrauchs keinerlei Anzeichen von Verstörung oder Irritation gezeigt habe und niemandem gegenüber etwas gesagt habe, weder seiner Mutter noch seinem Vater noch seinen Geschwistern.

Wiederum war es der englische MJ-Biograph Mike Smallcombe, der Robsons neue Behauptung widerlegte. Er präsentiert als Beweis zwei Dokumente, die Robsons Geschichte im Film als Lüge entlarven. Wade Robsons Mutter hatte in ihrer schriftlichen Zeugenaussage von 1993 beschrieben, dass die ganze Familie zum Grand Canyon ging und dass das erste Mal, dass Wade allein auf Neverland blieb, in diesem Jahr (1993) war. Auch in ihrer gerichtlich eingereichten Aussage von 2016 hatte sie geschrieben, dass die ganze Familie, auch Wade, zum Grand Canyon gegangen ist.

Zudem sagte Wade Robson 2005 unter Eid vor Gericht selbst, dass das einzige Mal, wo er ohne seine Mutter auf Neverland war, „irgendwann 1992 oder 1993“ gewesen sei, als auch Macaulay Culkin und Jordan Chandler dort waren. (Auch diese ungenaue Aussage zeigt, dass die echten Erinnerungen an Neverland ziemlich vage sind.)

All diese Beweise lassen eigentlich nur einen Schluss zu, nämlich dass Wade Robsons Behauptung im HBO-Film, er sei während der Grand-Canyon-Reise seiner Familie bei Michael Jackson geblieben, eine Lüge ist.

Siehe zum Beispiel:
Wade Robson’s Michael Jackson sex abuse claims ‘disproved by his own mum’
www.mirror.co.uk/3am/celebrity-news/wade-robsons-michael-jackson-sex-14201396
29 MAR 2019
10) Wade Robsons Schwindel mit dem Verbrennen seiner Jackson-Andenken
Der HBO-Film endet mit der emotional aufgemachten Szene, in der Wade Robson seine wertvollen Jackson-Andenken verbrennt, darunter auch die rote Jacke aus dem Thriller-Film. Die Wahrheit kam hier jedoch schnell ans Licht. Das berühmte Auktionshaus „Julien’s Auctions“ teilte mit, dass Robson seine echten Jackson-Utensilien bereits im Juni 2011 für den Gesamtpreis von 122'000 Dollar verkauft hat. In früheren Interviews sagte Robson, dass er dieses Geld für seine erste Therapie (von 2011) brauchte, nachdem er seine Arbeit am Tanzfilm „Step Up Revolution“ aufgrund von Zusammenbrüchen hatte aufgeben müssen (Näheres zu diesen biographischen Punkten in Kapitel 14).

Leaving Neverland: Liar Liar Junk on Fire
The Michael Jackson Innocent Project
https://www.youtube.com/watch?v=9nfwgbSQjYE
(11.03.2019)
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11) Wade Robson verheimlicht seine langjährige Beziehung mit Michael Jacksons Nichte Brandi Jackson
Im HBO-Film versucht Wade Robson den Eindruck zu erwecken, dass Michael Jackson versucht habe, die Kinder möglichst voneinander fernzuhalten und zu isolieren. Dies ist eine falsche Darstellung, die im offenen Gegensatz zur gesamten Situation auf Neverland steht. Die Kinder konnten sich frei bewegen. Wade und James waren in keiner Weise isoliert. Und Wade Robson erwähnt nicht, dass er mit Brandi Jackson, der Tochter von Jackie Jackson, eine Liebschaft hatte. 1991 entwickelte der junge Wade ein Interesse an Brandi, und er bat Michael Jackson, ihm zu helfen, mit Brandi in näheren Kontakt zu kommen. Wade als totaler Nobody wollte eine Beziehung mit der Tochter von einem der legendären Jackson Five! Wir dürfen annehmen, dass die treibende Kraft hinter der Initiative des 9-jährigen Wade seine ehrgeizige Mutter war.

Michael organisierte ein Treffen zwischen der Familie seines Bruders Jackie und den Robsons. Durch diese Begegnung kamen sich der Junge und das Mädchen etwas näher, um im Lauf der Jahre entstand daraus eine Teenager-Liebschaft. Die Beziehung kam 2001 zu einem Ende, als der 18-jährige Wade Robson Brandi mit dem Popstar Britney Spears betrog. (Kurz danach ging die Beziehung von Britney Spears mit Justin Timberlake auseinander.) In Interviews beschreibt Brandi Jackson, dass Robson sehr gut darin war, seine Beziehungen zu anderen jungen Frauen zu verleugnen und abzustreiten.

Im HBO-Film erwähnt Wade Robson seine Beziehung mit Brandi Jackson mit keinem Wort, denn dies wäre ein weiterer Faktor, der seiner jetzigen Missbrauch-Geschichte gänzlich widerspricht. Gemäß der Geschichte, die er seit 2012/13 erzählt, war 1991 gerade die Zeit, in der der angebliche Missbrauch geschah. Die Fakten jedoch zeigen, dass Michael Jackson nichts zu verbergen hatte und den jungen Wade nicht isolierte. Ebenso war Wade in keiner Weise eingeschüchtert, sondern wurde ein Freund (und später der Liebhaber) von Brandi Jackson.
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12) Wade Robsons behauptet für eine kurze Zeit, seine Frau sei „ebenfalls“ ein Opfer von Kindesmissbrauch / Zusatzpunkt: Robsons Stiftung, um Geld zu kassieren
Wade Robson und Amanda Rodriguez heirateten im August 2005. Ihr Sohn kam 2010 zur Welt. Im HBO-Film schildert Amanda, wie Wade 2012 begann, ihr vom „Missbrauch“ zu erzählen. Zuvor hatte er nie irgendwas in dieser Richtung gesagt. Amanda Robson: „Ich hatte kein Wissen über sexuellen Kindesmissbrauch oder über die psychologische Art, wie so etwas ins erwachsene Alter hinein wirkt. Ich war unglaublich naiv bei diesem Thema, deshalb war das für mich, you know [Schnitt] Er hatte mir gegenüber diesbezüglich gelogen, und so dachte ich, dass dies Auswirkungen haben könnte [Schnitt], dass er Angst hatte hinsichtlich der Beziehung zu mir oder uns, ich weiß nicht.“

Diese etwas verfahrene Aussage ist allem Anschein nach wahr, aber sie war problematisch, und Dan Reed hatte sie übersehen und nicht rausgeschnitten. Denn Wade Robson hatte Anfang 2019 den „Robson Family Fund“ gegründet, und hatte auf der Website folgendes geschrieben:
Der „Robson Family Fund“ in der Hawaii-Bürgerstiftung (Hawaii Community Foundation) wurde 2019 von Wade und Amanda Robson gegründet. Wade Robson, ein Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch, zusammen mit Amanda Robson, seiner Frau, Mutter ihres gemeinsamen Kindes und ebenfalls ein Opfer von Kindesmissbrauch, wollen eine wirksame Möglichkeit schaffen, um etwas zur Heilung von Missbrauchsopfern und zur Verhinderung von Kindesmissbrauch beizutragen.
Ups! Wade Robson schrieb, dass seine Frau Amanda Robson ebenfalls ein Opfer von Kindesmissbrauch sei. Im Interview für den HBO-Film sagte sie jedoch: „Ich hatte kein Wissen über sexuellen Kindesmissbrauch oder über die psychologische Art, wie so etwas ins erwachsene Alter hinein wirkt. Ich war unglaublich naiv bei diesem Thema […].“

Als kritische Beobachter auf diesen Widerspruch hinwiesen, löschte Robson die entsprechende Formulierung über seine Frau. Der „Robson Family Fund” heißt nun „Robson Child Abuse Healing and Prevention Fund“.

Es könnte eingewendet werden, dass Robson sich selbst ein „Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch” und seine Frau nur als „Opfer von Kindesmissbrauch” bezeichnete und damit einen Unterschied hervorhob. Wäre Amanda jedoch tatsächlich ein Opfer irgendeiner Form von Kindesmissbrauch gewesen, hätte sie nicht so gesprochen, wie sie im Film sprach, und Wade hätte keine Notwendigkeit gesehen, die vorherige Formulierung zu löschen.

Von der ersten Version existieren Bildschirmfotos. Die hier eingefügten Bildschirmfotos stammen aus der Kurz-Doku Liar Liar Junk on Fire (11. März 2019) des YouTube-Kanals „The Michael Jackson Innocent Project”.
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Bildschirmfoto 1: die ursprüngliche Website, damals „Robson Family Fund“, mit der Formulierung „along with Amanda Robson, his wife, mother of their child and also a survivor of child abuse“.
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Bildschirmfoto 2: die neue Website mit der Bezeichnung „Robson Child Abuse Healing and Prevention Fund“; Wade Robsons Aussage über seine Frau als „Opfer“ (survivor) ist verschwunden.
Das Internet vergisst nicht. Robsons anscheinend unwahre Formulierung kann immer noch gefunden werden, zum Beispiel in diesem Artikel, der auch beschreibt, was es mit dem Robson-Fond auf sich hat:
Exklusiv: Michael-Jackson-Ankläger Wade Robson ist bereit für Spenden mit einer neuen Nonprofit-Einrichtung, mit der er im Zug von „Leaving Neverland“ Geld kassieren kann
von Roger Friedman – 3. März 2019

Wenn heute Abend auf HBO „Leaving Neverland“ ausgestrahlt wird, ist Michael-Jackson-Ankläger Wade Robson parat, um zu kassieren. Er hat eine Website und eine Nonprofit-Einrichtung namens „Robson Family Fund“ gegründet. Dort findet sich eine schöne Spendenseite, wo man ihm Geld senden kann. Robson ist nicht dumm. Er hat sichergestellt, dass niemand die Fond-Einzahlungen einsehen kann. Auf diese Weise müssen er und seine Frau Amanda kein Formular 990 der Steuerbehörde IRS ausfüllen. Sie können Geld von allen entgegennehmen – von den Filmproduzenten, von HBO usw. – und müssen nichts offenlegen. […] Viele haben Wade die Frage gestellt, ob er für diesen Film bezahlt worden sei, und er sagt nein. Aber niemand fragte ihn, ob der Filmproduzent oder HBO Geld in diese Stiftung einbezahlt habe.

Auf der Website ist zu lesen: „The Robson Family Fund at the Hawaii Community Foundation was established in 2019 by Wade and Amanda Robson. Wade Robson, a survivor of child sexual abuse, along with Amanda Robson, his wife, mother of their child and also a survivor of child abuse, wanted to create a powerful way to contribute towards the healing from and prevention of child abuse.“ – Auf der Website des Fonds beginnen die Spenden auf der Höhe von $250.
Zwei Tage später las man dann diese Meldung:
https://theblast.com/wade-robson-donation-page-switch-michael-jackson-leaving-neverland/
5. März 2019, von Gary Trock

Namensänderung bei der Stiftung, die Wade Robson eingerichtet hat, um im Zusammenhang mit der Ausstrahlung von „Leaving Neverland“ auf HBO Spenden zu sammeln.

Der kürzlich gegründete Fond, bestehend im Rahmen der Hawaii-Bürgerstiftung, hieß ursprünglich „Robson Family Fund“. […] Spenden starteten bei $250, aber es war nicht deklariert, wofür genau die Gelder verwendet werden. Kritische Stimmen äußerten, Robson und seine Frau Amanda würden versuchen, von der Kontroverse um „Leaving Neverland“ finanziell zu profitieren.

Am Dienstagmorgen wurde die Website des „Robson Family Fund” entfernt und durch den „Robson Child Abuse Healing and Prevention Fund“ ersetzt. Neben dem neuen Namen verkündet die Seite auch, dass Robson eine persönliche Spende von $10,000 einbezahlt habe.
13) Robson und Safechuck wollen zwei MJ-Firmen mit völlig verdrehten Darstellungen auf 1,5 Milliarden Dollar verklagen
Wade Robson will die Michael-Jackson-Nachlassverwaltung auf Hunderte von Millionen Dollar verklagen. Zu diesem Zweck will er nachweisen, dass zwei MJ-Firmen (MJJ Productions, Inc., und MJJ Ventures, Inc.) vom angeblichen Missbrauch wussten und diesen direkt förderten. Diese Form der Anklage ist die einzige Möglichkeit, jetzt noch gerichtlich vorgehen zu können, da alle diesbezüglichen Klagefristen längst abgelaufen sind. Robson stellt nun die Situation der ersten Kontakte seiner Familie mit Michael Jackson auf eine völlig verdrehte Weise dar, um diese beiden Firmen verklagen zu können – denn es geht ihm ja nicht ums Geld! Safechuck folgt demselben juristischen Muster wie Robson.

Am 1. Mai 2013 reichte Wade Robson seine erste Zivilklage gegen die MJ-Nachlassverwaltung ein (Besitzerin der beiden besagten MJ-Firmen) mit der Forderung nach finanzieller Abfindung für den in der Kindheit angeblich erlittenen sexuellen Missbrauch durch Michael Jackson. In seiner Klageschrift behauptete Robson, diese beiden Firmen seien „die raffiniertesten öffentlichen Organisationen für die Vermittlung und Ermöglichung von sexuellem Kindesmissbrauch, die die Welt je gesehen hat”! Diese Firmen hätten mit Plan und Vorsatz seinen Missbrauch „ermöglicht”, und auch den von James Safechuck.

Die Fakten und die dokumentierte Chronologie der Ereignisse widersprechen jedoch Robsons Behauptung.

Die Robsons lebten in Brisbane, Australien. Sie trafen Michael Jackson das erste Mal, als er im November 1987 in Australien auf Tournee war. Wade Robson, damals fünf Jahre alt, hatte in einer Filiale der Target-Ladenkette einen Tanzwettbewerb gewonnen. Preis: ein Treffen mit Michael Jackson. 25 Jahre später behauptet Wade Robson nun, diese „Meet and Greet”-Wettbewerbe seien von MJJ Productions und MJJ Ventures organisiert worden, und zwar als Falle, um junge Missbrauchsopfer für Michael Jackson zu finden. Diese Behauptung ist absurd. Der Wettbewerb hatte nichts mit einer MJ-Firma zu tun. Er war von Target, Pepsi und CBS organisiert worden. Es war dann Wades ambitionierte Mutter, die Schritte unternahm, um mit Michael Jackson in Kontakt zu bleiben. Nach 1987 trafen die Robsons Michael Jackson das nächste Mal 1990, aber nur, weil die Robsons den Kontakt suchten, und nicht umgekehrt. 1991 zogen die Robsons sogar in die USA, um Michael Jackson nah sein zu können. Michael Jackson, naiv und hilfsbereit, wie er war, setzte sich sogar dafür ein, dass sie eine USA-Aufenthaltsbewilligung bekamen. Aber selbst traf er die Robsons nur sehr selten. Die Mutter schreibt in der Gerichtseingabe sogar, Wade habe sich vernachlässigt und „etwas beiseite geschoben” gefühlt. 1991 war Wade Robson eines der vielen Kinder, die in Michael Jacksons Musikvideo für den Song Jam mitwirkten. – Heute behauptet Robson, er sei während dieser Zeit „Hunderte von Malen” missbraucht worden. Und Jacksons Firmen seien eine geheime Mafia für Kindesmissbrauch gewesen, die die Robsons in die USA geholt hätten, um dadurch den jungen Wade als „Opfer” Michael Jackson zuzuführen.

James Safechuck, der ebenfalls versucht, das Jackson-Estate auf Hunderte von Millionen Dollar zu verklagen, folgt einer ähnlichen Argumentationslinie wie Robson, indem er behauptet, diese Firmen hätten auch bei seinem angeblichen Missbrauch organisatorisch mitgewirkt.

Kritischen Beobachtern fällt auf, dass Safechuck fast schon willkürlich Geschichten in die Welt setzt, wie z.B. die Behauptung, MJ habe ihm als Kind Pornofilme gezeigt. Dies erzählte er nur in der Werbekampagne im Vorfeld von ›Leaving Neverland‹. Er hatte dies nicht in seiner Gerichtseingabe geschrieben und erzählte es dann auch nicht im Film. Safechuck verwendet anscheinend Elemente aus Robsons Geschichten, aus dem Gutierrez-Buch, aus den früheren Anklagen anderer Leute und aus dem Fundus von Klatschpresse-Fiktionen über Michael Jackson.
14) Robsons persönliche Krise und der Beginn seiner Anschuldigungen gegen Michael Jackson im Jahr 2012
Wade und Amanda heirateten 2005, im November 2010 wurde ihr Sohn geboren. Im Dezember 2010 bekam Wade Robson die Position des Choreographen für den Tanzfilm „Step Up Revolution — One step can change your world”. Für Wade war dies sein großer Durchbruch, den Michael Jackson vor langer Zeit vorausgesagt hatte. Aber nach einigen Monaten wurde ihm der Druck zuviel, und er stieg aus. Er begann mit einer Therapie, während er gleichzeitig versuchte, beim Cirque du Soleil die Position des Choreographen für das Programm „Michael Jackson – The Immortal World Tour“ zu bekommen. Nach der Absage versuchte er es bei der Las-Vegas-Show „Michael Jackson: One“. Aber auch dort bekam er eine Absage.

Gemäß Wade Robsons eigener Darstellung in einer seiner Gerichtseingaben hatte seine Frau Amanda Schwierigkeiten mit seinen Zusammenbrüchen, und sie dachte sogar daran, ihn zu verlassen. Im April 2012 begann Wade seine zweite Therapie, und am 8. Mai 2012 begann er, von sexuellem Missbrauch durch Michael Jackson zu erzählen. Es sieht so aus, dass Wade Robson die „passende“ Lösung für seine Probleme gefunden hatte: Er konnte seine Misserfolge dadurch entschuldigen, dass er die Schuld auf den berühmtesten Megastar der Welt schiebt, und bekam gleichzeitig für sich selbst eine Weltbühne mit der Hoffnung auf Buchveröffentlichungen, Filme … und Millionen von Dollars von der Michael-Jackson-Nachlassverwaltung.

Tatsächlich begann Robson sogleich, ein Buch zu schreiben, und versuchte, einen Verlag zu finden. 2013 reichte er Klage gegen die Michael-Jackson-Nachlassverwaltung ein. Er versuchte, sein gescheitertes Buchprojekt zu verheimlichen, aber es wurde im Lauf des gerichtlichen Hin und Hers entdeckt. Er musste es dem Gericht und den MJ-Nachlassverwaltern vorlegen, und da kam ans Licht, dass seine Beschreibungen des angeblichen Missbrauchs vom ersten zum zweiten Buchentwurf detailreiche Veränderungen erlebten. Ebenso kam ans Licht, dass er sich in seinem Buchtext einen „Meister der Täuschung“ (a master of deception) nannte, um zu erklären, warum er 2005 vor Gericht so überzeugend aussagen konnte und über zwanzig Jahre hinweg auf eine fortgesetzte und widerspruchsfreie Weise bezeugte, dass Michael Jacksons Umgang mit ihm und mit Kindern im allgemeinen rein und unbeschwert war.

Ebenso wurde Robson verpflichtet, seine relevanten E-Mails offenzulegen, was er zuerst verweigerte. Als sie jedoch öffentlich wurden, wurde ersichtlich, dass er selbst nur noch unklare Erinnerungen an seine frühen Jahre bei Michael Jackson hatte. Er schrieb deshalb viele Fragen an seine Mutter, und auf der Grundlage ihrer Beschreibungen konstruierte er dann seine „Erinnerungen“ und Geschichten von angeblichem Missbrauch.
15) Wade Robson: Ein Szenario von Frustration, Täuschung, Rache und falschen Ambitionen
Im Refrain seines Liedes „Money“ (auf dem Album HIStory) singt Michael Jackson als Warnung: „Anything, anything / Anything for money / Would lie for you / Would die for you / Even sell my soul to the devil.“ („Alles, alles / Alles für Geld / Würde für dich lügen / Würde für dich sterben / Sogar meine Seele dem Teufel verkaufen“). Anscheinend haben Wade Robson und James Safechuck sich entschieden, diese Warnung, die sie von ihrem Freund und Förderer Michael Jackson hörten, nicht ernst zu nehmen.

Schauen wir als erstes, was geschehen ist, bevor Wade Robson begann, gegen Michael Jackson vier Jahre nach dessen Tod fürchterliche Anschuldigungen zu erheben:

Robson befand sich 2011 in einer Krise, weil er finanzielle Probleme hatte und seine Karriere als Tänzer und Choreograph stockte. Deshalb versuchte er fast schon verzweifelt, beim Programm „Michael Jackson – The Immortal World Tour“ des Cirque du Soleil angestellt zu werden. Seine Bewerbung wurde abgelehnt. Dann versuchte er es bei der Las-Vegas-Show „Michael Jackson: One“. Aber auch dort bekam er eine Absage. Beide Absagen hatten mit Entscheidungen des Michael-Jackson-Estate zu tun.

Diese endgültigen Frustrationen bewirkten in Wade Robson anscheinend ein Überschnappen in Gefühle von Hass und Rache, und zwar sowohl gegen das Estate als auch gegen Michael Jackson als Person, denn Michael hatte ihm viele Jahre zuvor Mut gemacht, indem er ihm sagte, er werde ein erfolgreicher Choreograph, Schauspieler und/oder Regisseur werden. In Robsons Kopf waren diese Worte der Ermutigung zu einer fixen Prophezeiung und Erfolgsgarantie geworden. Aber nach den beiden Absagen hörte Robson auf, an seinen professionellen Erfolg zu glauben, und entschied sich anscheinend, Michael Jackson für eine andere Art von „Erfolg” zu verwenden, indem er die Rolle eines Opfers annahm und sich damit auch indirekt als der „große Held“ darstellte, der den größten Megastar des 20. Jahrhunderts „entlarvte“ und „zerstörte“.

Auf jeden Fall ist es ein Fakt, dass Robson nur noch vage Erinnerungen an die frühen Jahre bei Michael Jackson hatte. 2012 begann er deshalb, seine Mutter über diese frühen Jahre auszufragen.

Die Fakten lassen nun folgendes Szenario vermuten: Nachdem Wade Robson von seiner Mutter alle Infos bekommen hatte, an die sie sich noch erinnerte, brach er den Kontakt mit ihr ab. (Robson selbst sagt, dass er den Kontakt mit seiner Mutter für eine gewisse Zeit abbrach, nachdem er „erkannt“ hatte, dass er „missbraucht“ worden war.) Seine Mutter begann sich dann Sorgen zu machen. Wir können uns Fragen vorstellen wie: „Mein Sohn, wo bist du? Wie geht’s dir? Ist was los? Sag mir, was hast du?! Bitte sprich mit mir!!“ Als er die Mutter in diesem Zustand von Sorge und Verzweiflung hatte, schockierte er sie mit seiner Aussage, dass er von Michael Jackson damals missbraucht worden sei. Wahrscheinlich erweckte er in seiner Mutter auch Schuldgefühle, indem er ihr vorwarf, sie habe ihn damals nicht beschützt. Es ist anzunehmen, dass die Mutter in ihrem Schock alles glaubte. Auf diese Weise hatte Wade erreicht, was er wollte: Seine Mutter begann, seine Story zu bestätigen.

Auf eine ähnliche Weise wird er dies auch seiner Frau, seiner Schwester, seinem Bruder und anderen „Ausgewählten“ erzählt haben. Es ist nur verständlich, dass all diese Nahestehenden ebenfalls schockiert waren und ihm helfen wollten, wodurch sie alle in Wade Robsons Film gezerrt wurden.

Im Mai 2013 hatte Wade Robson seinen ersten öffentlichene Auftritt als Ankläger von Michael Jackson, und zwar in einer prominenten TV-Sendung. Auf einen Schlag war er im Rampenlicht der ganzen Welt. Zu diesem Zeitpunkt begann Robson, ein weiteres „Missbrauchsopfer“ von Michael Jackson zu suchen. Nach einem Jahr wurde er von James Safechuck kontaktiert, der sich mit ihm in der Milliardenklage gegen das Michael-Jackson-Estate zusammentat. Auf diese Weise begannen beide, eine ähnliche und sich gegenseitig „ergänzende“ Story zu erzählen.
16) Zusammenfassung: eine Liste von Robsons und Safechucks Widersprüchen und Lügen, zusammengestellt von Charles Thomson
Der britische Musikjournalist und Michael-Jackson-Experte Charles („Charlie“) Thomson veröffentlichte am 6. März 2019 auf Facebook eine Liste von Fakten und Argumenten, die darauf hinweisen, dass Robson & Safechuck mit ihren Anschuldigungen gegen Michael Jackson lügen. Diese Zusammenstellung wurde auf Facebook und in den sozialen Medien vielfach geteilt und verbreitet.

Hier eine leicht gekürzte Wiedergabe von Thomsons Auflistung:
Charlie Thomson
6. März um 21:15
**FAKTEN-BOMBE: Die Beweise gegen die Michael-Jackson-Ankläger, die die Medien dir nicht mitteilen wollen

[…] Seit fünf Jahren versuchen diese Männer – beide sind professionelle Schauspieler –, die Mchael-Jackson-Nachlassverwaltung auf Hunderte von Millionen von Dollar zu verklagen. Diese Gerichtsklagen haben Tausende von Seiten an Gerichtsakten produziert: Zeugenaussagen, Eingaben, eidesstattliche Erklärungen und offengelegte Dokumente. Diese öffentlich zugänglichen Dokumente BEWEISEN jenseits eines jeden vernünftigen Zweifels, dass diese beiden Männer lügen. Die Medienleute wissen von diesen Dokumenten, aber sie weigern sich, über deren Inhalte zu berichten. […] Dies hier ist mein Beitrag zur Debatte auf Facebook: eine Liste von nur einigen der öffentlich zugänglichen Informationen, die ihr aber in den Medien nicht finden werdet.

  • Beide Männer haben Michael Jackson für viele Jahre energisch verteidigt, sogar unter Eid, und begannen erst Jahre nach seinem Tod zu behaupten, sie seien von ihm missbraucht worden, und zwar dann, als sie in finanziellen Krisen waren, und sie reichten Gerichtsklagen ein, um Hunderte von Millionen Dollar zu bekommen. Diese Gerichtsklagen wurden abgewiesen – zweimal –, und beide sind nun mitten in einem Einspruchsverfahren, was ihnen ein gigantisches Motiv zu lügen gibt.
  • Seit sie mit ihren Gerichtsklagen begonnen haben, haben beide ihre Geschichten mehrfach verändert, wobei sie dieselben angeblichen Vorfälle auf unterschiedliche bis widersprüchliche Weise beschrieben. Wade Robson zum Beispiel hat mindestens vier direkt widersprüchliche Versionen erzählt, wie er von Jackson angeblich zum ersten Mal missbraucht wurde.
  • In seinen Gerichtsklagen hat Robson in eidesstattlichen Aussagen so dreist gelogen, dass der Richter seine Zeugenaussagen als Gesamtes abgewiesen hat und sagte, kein vernünftiger Geschworener würde jemals Robsons Schilderungen glauben.
  • Von 2012 bis 2014 hat Robson zwei Entwürfe eines Buches über seine Missbrauchsgeschichte geschrieben und dann ohne Erfolg versucht, sie an Verlage zu verkaufen. In derselben Zeit log er in seinen eidesstattlichen Aussagen, indem er behauptete, er habe seine Anschuldigungen mit niemandem außer mit seinen Anwälten besprochen. Als das Jackson-Estate herausfand, dass er mit seinen Buchentwürfen hausieren gegangen war, ordnete das Gericht an, dass er diese Texte als Beweismaterial vorlege. Diese Texte zeigten, dass seine Missbrauchsgeschichte sich vom ersten zum zweiten Entwurf markant verändert hatte.
  • Robson wurde auch aufgefordert, seine E-Mails als Beweismaterial offenzulegen. Er missachtete diese Aufforderung mehrfach, zuerst, indem er behauptete, er habe sie nicht mehr, dann, indem er sich einfach weigerte, sie auszuhändigen. Dann bearbeitete er alle E-Mails zwischen ihm und seinen Familienmitgliedern und führte als Begründung „Anwalt-Klienten-Priviliegien“ an, obwohl niemand in seiner Familie einen Anwalt hatte.
  • Als er letztlich doch der gerichtlichen Aufforderung nachkam und seine E-Mails offenlegte, wurde aus ihnen ersichtlich, dass er in der Zeit, als er seine Gerichtsklage und das Buch über seine Missbrauchsgeschichte konstruierte, das Internet absuchte und sich selbst links zu alten Klatschpresseberichten über Anschuldigungen gegen Michael Jackson sandte.
  • Die E-Mails zeigten, dass Robson eine spezifische Geschichte aus den frühen 1990er Jahren gefunden hatte, in denen er und seine Mutter explizit mit Namen erwähnt wurden. Er sandte dies an seine Mutter und fragte, ob das wahr sei. Sie antwortete: „Wow, nichts von alledem ist wahr.“ Er nahm diese Story dann trotzdem in seinen Buchentwurf auf.
  • Die E-Mails zeigten auch, dass er während der Zeit von 2011 und 2012 Bewerbungsschreiben an das Jackson-Estate sandte, um in der offiziellen Michael-Jackson-Tribute-Show von Las Vegas den Posten des Leiters und Choreographen zu bekommen. Seine Bemühungen um diesen Job beinhalteten Mails, in denen er schrieb, seine herausragende Freundschaft mit Jackson bedeute, dass niemand für diese Aufgabe besser qualifiziert sei als er, und er werde sein Bestes geben, um diese Arbeit „für Michael“ zu tun. Als ihm dann mitgeteilt wurde, jemand anders habe den Job bekommen, behauptete er plötzlich, er sei missbraucht worden, und reichte gerichtliche Millionenklagen gegen das Estate ein.
  • Jimmy Safechuck erzählt, er habe Monate später den Fernseher eingeschaltet und gesehen, wie Wade Robson in einem Interview über seine Gerichtsklage sprach. In diesem Moment, so Safechuck, habe er sich plötzlich erinnert, dass auch er von Jackson missbraucht worden sei, weshalb er entschied, sich dieser Gerichtsklage anzuschließen. Was er dabei nicht erwähnt, ist, dass seine Erinnerung genau in jenem Moment kam, als die Gefahr entstand, sein Erbe zu verlieren, weil seine Geschwister nach dem Tod eines Verwandten begannen, sich gegenseitig – auch ihn, James – zu verklagen, um Kontrolle über das Familiengeschäft zu bekommen.
  • Robson wurde auch aufgefordert, seine Tagebücher als Beweismaterial einzureichen. Darin war dann zu lesen, dass diese Anschuldigungen seiner bergab gehenden Karriere helfen könnten, weil sie ihn „[als Identifikationsfigur] interessant und relevant” (relatable and relevant) machen würden. Er schrieb auch: „Es ist Zeit für mich, meins zu bekommen (It’s time for me to get mine).“ Als er unter Eid gefragt wurde, was er meinte, als er die schrieb, verweigerte er die Antwort.
  • Beide Männer erzählen im Fernsehfilm Geschichten, die im Widerspruch zu gewissen Geschichten stehen, die sie in ihren Gerichtsklagen eidesstattlich formuliert hatten. Ja sie fahren fort, Teile ihrer Geschichten ständig zu ändern, sogar noch in der vergangenen Woche.
  • Jimmy Safechuck sagt zum Beispiel in einer eidesstattlichen Aussage im Rahmen seiner Gerichtsklage, er habe sich erst 2013 daran erinnert, dass Jackson ihn missbrauchte, als er den Fernseher einschaltete und Robson sah. Im heute ausgestrahlten Fernsehfilm und in Interviews, die für diese Sendung Werbung machen, behauptet er, er habe schon 2005 gewusst, dass er missbraucht worden sei, weshalb er ablehnte, als Zeuge aufzutreten, als er „gegen Ende des Prozesses” gebeten wurde, für Jacksons Verteidigung auszusagen.
  • Dies ist jedoch eine nachweisbare Lüge. Safechuck war nie gebeten worden, für Jacksons Verteidigung auszusagen. Der Richter hatte lange vor dem Beginn des Prozesses verfügt, dass nur die Zeugenaussage von bestimmten Kindern angehört werden könne, und Safechuck gehörte nicht dazu. Jede Zeugenaussage von oder über Safechuck war buchstäblich aus dem Gerichtssaal verbannt. Jacksons Verteidigung konnte ihn also nicht bitten, als Zeuge auszusagen – und ganz bestimmt nicht, als der Prozess schon am laufen war.
  • In einem BBC-Interview behauptete Robson letzte Woche, Jackson habe ihn „Hunderte von Malen” missbraucht. Aus der eidesstattlichen Erklärung seiner Mutter geht jedoch hervor, dass sie Neverland nur rund 14 Male besuchten und dass Jackson dabei die meiste Zeit nicht anwesend war. Sie schätzt, dass die Anzahl von Besuchen auf der Ranch, bei denen auch er anwesend war, vier ist.

Wenn die beiden Männer heute gefragt werden, ob sie ein finanzielles Motiv haben, sagen sie, dass es ihnen nicht um Geld gehe und dass sie ihre Gerichtsklagen nur deshalb einreichen, um andere Missbrauchsopfer zu ermutigen, indem sie das Jackson-Estate zur Verantwortung ziehen. Das ist eine nachweisbare Lüge. Die Gerichtsklage wurde ursprünglich versiegelt eingereicht, und Robson versuchte, das Estate mit Null Publicity zu einer Vergleichszahlung zu bewegen. Erst als das Estate jegliche Zahlung verweigerte, ging er an die Öffentlichkeit. Ich könnte noch viele weitere Punkte aufzählen […].

Die heute ausgestrahlte TV-Show verheimlicht all diese Informationen. Stattdessen zeigen sie die stark geschnittenen und völlig kritiklos stehen gelassenen Aussagen von zwei professionellen Schauspielern, ohne dass jemals ihre mangelnde Glaubwürdigkeit, ihre bewiesenen Lügen und eidesstattlichen Falschaussagen, ihre konstant veränderten Geschichten oder ihre finanziellen Motive thematisiert werden. […]
Vielen Dank an Charles Thomson für die Auflistung dieser erdrückenden Beweislage.
17) Schlussworte: Wir sind herausgefordert, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden
Die hier aufgeführten Fakten und Argumente sind ziemlich überzeugend und weisen allesamt darauf hin, dass Robsons und Safechucks Anschuldigungen gegen Michael Jackson falsch und extrem bösartig sind. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir es hier mit Schauspielern zu tun haben, die obsessiv ihre eigenen Geschichten glauben wollen und „müssen”, denn es gibt für sie kein Zurück mehr. Sie sind in ihrem eigenen Spinnennetz gefangen und haben auch viele andere mit hinein gezogen, angefangen mit ihren Ehepartnern und Familienmitgliedern. Sie sehen sich selbst als Helden, die „andere” Opfer ermutigen wollen. Es ist deshalb klar, dass sie ihre Geschichten möglichst überzeugend rüberbringen wollen und dabei versuchen, das Publikum zu täuschen, indem sie zum Beispiel behaupten, ihre Geschichten seien unabhängig und die Ähnlichkeit ihrer Geschichten sei ein Beweis für ihre Wahrheit. Die Fakten jedoch lassen ahnen, dass sie bereits seit 2014 intensiv zusammenarbeiten. Kein Wunder also, dass ihre Geschichten sich gegenseitig derart ergänzen. Im Fall von pathologischen Lügnern müssen wir sogar damit rechnen, dass sie ihre eigenen Geschichten glauben, obwohl sie immer wieder Korrekturen ihrer Widersprüchlichkeiten vornehmen müssen. Wir sollten uns also nicht vom subjektiven Argument täuschen lassen, dass die beiden „überzeugend” wirken. Wer jedoch die Fakten kennt und weiß, wie viele Unwahrheiten ihre Geschichten enthalten, wird die beiden nicht als sehr überzeugend wahrnehmen.

Die Geschichte, die Robson und Safechuck in ›Leaving Neverland‹ erzählen, wird längst nicht von allen Journalisten geglaubt. Hier das Beispiel eines Journalisten (vom Washington Examiner), der etwas „Background-checking” gemacht hat:
Ich glaube den Michael-Jackson-Anklägern in ‘Leaving Neverland’ nicht
www.washingtonexaminer.com/opinion/i-dont-believe-michael-jacksons-accusers-in-leaving-neverland
„Washington Examiner”, Eddie Scarry | 4. März 2019 05:45 PM

„[…] Nachdem ich mir das alles angeschaut habe, muss ich sagen, dass ich den beiden Männern nicht glaube. Dies [sie zu durchschauen] ist nicht so schwierig. […]

Die Anschuldigungen sind nicht neu. Beide Männer haben schon vor einigen Jahren Gerichtsklagen gegen das Jackson-Estate wegen angeblichen Missbrauchs eingereicht. […]

Ich nehme ihm [Safechuck] nicht ab, dass er „nicht zurück in jene Zeit gehen will”. Vielmehr ist durch den gesamten Film hindurch klar erkennbar, dass sowohl Safechuck als auch Robson sehr gern „in jene Zeit gehen”. Sie erzählen ausführlich, wie es war, mit dem größten Star, den die Welt je gesehen hat, befreundet zu sein, mit all den Vorteilen, die man hatte, wenn man Michael Jackson so nah war.

Sie beide beschreiben, wie sie um die ganze Welt fliegen durften, um mit ihm bei seinen Konzerten auf der Bühne aufzutreten. Robson erschien in Jacksons Musikvideos. Safechuck hatte eine Hauptrolle in einer von Jacksons ikonischen Pepsi-Werbespots. Beide beschreiben ihre Freundschaft lebhaft und detailreich: die Hotels, die Flugzeugreisen, das Leben, das sie führten.

Erst wenn sie beschreiben, wie ihre Zeit mit Jackson zu einem Ende kam, werden sie „upset” (ärgerlich und unmutig).

Und sie werden wehmütig. Sie beschreiben, wie sie das Gefühl bekamen, nicht mehr zu seinem engen Kreis zu gehören. Ich glaube weder Robson noch Safechuck. […]“
Anhang 1–3:

Hier sollen noch kurze Erklärungen zu drei weit verbreiteten Missverständnissen bzw. Falschdarstellungen angefügt werden, nämlich dass Michael Jackson „mit Kindern schlief“, dass Michael Jackson 1994 der Familie, die die Anschuldigungen erhob, Schweigegeld bezahlt habe und dass sein Freispruch beim Prozess von 2005 nur aufgrund eines Mangels an Beweisen erfolgt sei.
Anhang 1: Sleep-overs auf der Neverland Ranch. Ein Erwachsener, der „mit Kindern schläft“?
Michael Jackson schlief nicht „mit Kindern”, sondern die Kinder schliefen BEI Michael Jackson. Hier muss man wissen, dass Michael Jacksons „Schlafzimmer“ auf zwei Stockwerken angelegte Schlaf- und Spielräume waren, die für die Gäste (Kinder und Eltern) zugänglich waren, ebenso für die die Body-Guards, die meistens einen Polizeihintergrund hatten. Sehr oft war Michael gar nicht da, aber die Kinder durften trotzdem in diese großen Räume. Das ist gemeint, wenn von „Sleep-overs“ auf Neverland die Rede ist. Wir alle erinnern uns, wie aufregend es für uns als Kinder war, nicht zu Hause bei den Eltern, sondern woanders zu übernachten: bei der Familie der Nachbarkinder, in einem Schullager, bei Verwandten in den Ferien. Und nun stellen wir uns vor: zusammen mit anderen Kindern bei Michael Jackson im märchenhaften Neverland!

Diese gelegentlichen und in keiner Weise geheimen Familien-Partys und „Sleep-overs“ gab es über viele Jahre hinweg. In der damaligen Zeit gab es nie irgendwelche Anschuldigungen oder Verdächtigungen, denn alle, die auf Neverland waren, sahen und verstanden, dass hier ein kindhafter Michael Jackson fröhlich und ausgelassen mit anderen Kindern rumtobte, spielte, mit ihnen die Tiere im Streichelzoo besuchte, Filme anschaute usw. Wie bereits erwähnt, fanden die Besuche der vielen Familien auf Neverland regelmäßig statt, wobei Michael Jackson oftmals nicht anwesend war. Er stellte Neverland vor allem unterprivilegierten Familien und Familien mit kranken Kindern zur Verfügung, und alles war gratis. So war es nicht zu vermeiden, dass diese Großzügigkeit auch ausgenutzt wurde.

Die erste Anschuldigung (1993) hatte nichts mit Neverland zu tun. Sie kam von Evan Chandler, dem Vater von Jordan Chandler. Evan war von Jordans Mutter geschieden, kümmerte sich nur wenig um seinen Sohn und zahlte die Alimente oftmals nicht. Als Michael Jackson Jordan und seine Mutter kennenlernte und in Los Angeles zu besuchen begann, zeigte Evan Chandler plötzlich wieder großes Interesse an seinem Sohn, denn er wollte über ihn an Michael Jackson herankommen und ihn für seinen persönlichen Profit verwenden. Jackson ging Evan Chandler möglichst aus dem Weg, denn dieser war ein aufdringlicher und cholerischer Typ. Als Evan Chandler erkannte, dass Michael Jackson nichts mit ihm zu tun haben wollte, begann er (Chandler) einen bösartigen Rachefeldzug. Das ist heute eine unbestrittene Tatsache. Einer von vielen Beweisen ist die Aufnahme eines Telefongesprächs zwischen Evan Chandler und dem neuen Ehemann von Evans Ex-Frau. 2005 kam es zu einem Vorfall, in dem Evan Chandler seinen Sohn Jordan mit einem 6 kg schweren Gegenstand angriff und verletzte (diese Information stammt aus dem Polizeireport). 2009, vier Monate nach Michael Jacksons Tod, beging Evan Chandler mit einer Pistole Selbstmord.

Robson und Safechuck haben 1993 und 2005 klar, eindeutig, in polizeilichem Verhör und Robson sogar unter Eid ausgesagt, dass all diese Sleep-overs harmlos waren und dass sich Michael Jackson nie auch nur im geringsten ungebührlich verhalten hätte. – Erst heute, rund 30 Jahre später, wird dies alles nun von Robson und Safechuck lügenhaft aufgebauscht und pervers dargestellt.


Weitere Informationen (auf Deutsch) hier:

https://all4michael.com/2019/03/20/was-hat-es-damit-auf-sich-dass-jackson-sein-schlafzimmer-mit-nicht-verwandten-kindern-geteilt-hat/

Anhang 2: Bezahlte Michael Jackson 1994 „Schweigegeld“?
Die Medienhetze gegen Michael Jackson wegen der Chandler-Anschuldigungen brach gerade zu der Zeit aus, als Michael Jackson den letzten Teil seiner Dangerous-Tour begann. Die fortgesetzte weltweite Verleumdung und der juristische Kampf waren für Michael extrem anstrengend und zermürbend (bis zum Punkt von Zusammenbrüchen, weil er nicht mehr essen und schlafen konnte). Nach 24 Konzerten musste die Tournee beendet werden, was für ihn einen hohen finanziellen Verlust und Karriereschaden bedeutete. Er hatte vorgehabt, mit den Chandlers vor Gericht zu gehen, um seine Unschuld (und die versuchte Erpressung durch Evan Chandler) zu beweisen, aber sein gesundheitlicher Zustand war derart prekär, dass seine Familie und engen Freunde und auch seine baldige Ehefrau Lisa Marie Presley ihn baten, auf diesen Kampf vor Gericht zu verzichten. Hinzu kam, dass die Rechtsschutzversicherung gemäß Vertrag das Recht hatte, den kostengünstigsten Weg zu wählen, und dieser bestand im Chandler-Fall in einem außergerichtlichen Vergleich. Die schriftliche Übereinkunft sagte eindeutig, dass die Zahlung (ca. 15 Millionen Dollar) nichts mit den Anschuldigungen zu hat, sondern sich auf den Sorgerechtsstreit bezieht, der zwischen Evan Chandler und seiner Ex-Frau ausgebrochen war. (Michael Jackson zahlte den Chandlers also nichts, die Vergleichssumme wurde vollständig von der Versicherungsgesellschaft bezahlt.)

Kaum war der außergerichtliche Vergleich unterschrieben, stürzten sich die Massenmedien darauf und verdrehten die Fakten, indem sie andeuteten, Michael Jackson habe „Schweigegeld“ bezahlt, und sie behaupteten, man könne dies als indirektes Schuldgeständnis werten. Schon damals: Fake News und verantwortungslose bis skrupellose Medien.
Anhang 3: Michael Jackson war die am meisten angegriffene Berühmtheit, und er stand unter einer fortgesetzten Observierung durch einen sehr feindlich gesonnenen Staatsanwalt
Der Staatsanwalt von Santa Barbara, Tom Sneddon (1941–2014), hatte einen schlechten Ruf. Viele nannten ihn einen Rassisten, und es gab Beispiele und sogar Gerichtsklagen gegen ihn wegen Machtmissbrauchs. Es war offensichtlich, dass er Michael Jackson hasste, und so verwendete er die Anschuldigungen durch Evan Chandler (Vater von Jordan Chandler), um eine massive und aggressive Untersuchung gegen Michael Jackson zu starten. 1993 versuchte er alles, um seine Zielperson irgendwie juristisch belasten zu können. Er befahl eine Razzia auf Neverland, und er verhörte über 200 Personen, v.a. Kinder und ihre Eltern, darunter auch die Robsons und die Safechucks. Aber es war offensichtlich, dass es nichts zu beanstanden gab. Die Chandler-Anschuldigungen waren haltlos und konstruiert, um Michael Jackson zu schädigen und finanziell zu erpressen. Nach der außergerichtlichen Beilegung des Falls [es handelte sich nicht um „Schweigegeld“; siehe Anhang 2] wartete Tom Sneddon auf eine andere Gelegenheit, um wieder gegen Michael Jackson zuschlagen zu können, und er beobachtete und überwachte Michael Jackson mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln.

Anfang 2003 kam der subtil verleumderische Film Living with Michael Jackson von Martin Bashir am Fernsehen. Ein Thema im Film war die Familie Arvizo, der Michael Jackson sehr geholfen hatte, insbesondere dem jungen krebserkrankten Gavin Arvizo, dem die Ärzte im Jahr 2000 nur noch wenige Monate zu leben gegeben hatten. Bashir hatte Jacksons Beziehung zu Gavin auf eine tendenziöse Weise dargestellt, um einen falschen Verdacht zu erwecken. Sneddon nahm diese Darstellung zum Anlass, eine neue aggressive „Untersuchung“ zu starten, obwohl die Arvizos wiederholt zum Ausdruck brachten, dass sich Michael Jackson nie etwas habe zuschulden kommen lassen. Erst einige Monate später, nachdem sie von mächtigen Leuten beeinflusst worden waren, veränderten die Arvizos ihre Aussagen und begannen, Michael Jackson des sexuellen Missbrauchs von Gavin Arvizo zu beschuldigen. Beim Prozess von 2005 wurde jedoch gezeigt, dass alle 14 Punkte der Anklage falsch waren, und die Behauptungen der Klagepartei wurden widerlegt oder als Lügen erkannt.

Mit anderen Worten, Michael Jackson und Neverland wurden von Anfang an eingehend untersucht und beobachtet, und es war offensichtlich, dass dort nichts Falsches lief, vor allem nicht irgendwelche geheimen Aktionen für Kindesmissbrauch. Erst jetzt, rund 30 Jahre später, wollen Robson&Safechuck ein ganz anderes Bild von Michael Jackson und Neverland malen, und sie hoffen dabei darauf, dass die Öffentlichkeit die wirklichen Fakten nicht mehr kennt. Ebenso hofften sie auf die Kritiklosigkeit und die Sensationsgier der Massenmedien.

* * *

Seit 1993 haben die Promiklatsch-Medien Zehntausende bis Hunderttausende von Dollars für negative Geschichten über Michael Jackson angeboten. Einige üble Charaktere – meistens Leute, die von Michael Jackson entlassen worden waren – nahmen diese Angebote an, um Rache zu nehmen und von Jacksons exponierter und verletzbarer Position durch verleumderische Lügengeschichten zu profitieren. In einigen Fällen konstruierten die Redaktionen sogar selbst solche Lügengeschichten, indem sie in gewissen Fällen sogar gefälschte Beweise vorlegten. Hier nur zwei von vielen Beispielen.

Die Behauptung, Michael Jackson habe den Familien von zwanzig „Opfern” insgesamt ein Schweigegeld von 200 Millionen Dollar bezahlt, ist von A bis Z unwahr:
https://vindicatemj.wordpress.com/2015/04/08/a-story-how-michael-jackson-allegedly-paid-out-200-million

Die Behauptung, geheime Polizeireporte würden zeigen, dass auf Neverland Kinderpornographie gefunden worden sei, war eine üble Lügengeschichte einer bekannten Promiklatsch-Plattform, auf der Grundlage von echten Polizeiprotokollen, in die sie neue Seiten über „Kinderpornographie“ einfügten.
https://vindicatemj.wordpress.com/2016/07/03/another-fake-in-radar-online-papers-and-another-frame-up-of-michael-jackson

Mit diesen Beispielen wird klar, wie sehr Michael Jackson selbst ein Opfer war, in obigen Beispielen ein Opfer von weltweit agierenden und hochbezahlten Sensations- und Lügenjournalisten.

Just because you read it in a magazine
Or see it on the TV screen
Don’t make it factual.

From Michael Jackson’s song Tabloid Junkie (HIStory Album 1995)

„Nur weil du es in einem Magazin liest oder am Fernsehen siehst, bedeutet das noch lange nicht, dass es deshalb wahr ist.“
Buchhinweis und Suche nach Unterstützung für eine englische Übersetzung
Das Buch von Sophia Pade und Armin Risi ist ein einzigartiges Standardwerk über Michael Jackson und die Licht- und Dunkelseiten des Show-Business:

MAKE THAT CHANGE. Michael Jackson: Botschaft und Schicksal eines spirituellen Revolutionärs
(Erstausgabe 2017; zweite, überarbeitete Auflage Januar 2019)

„Make that change” ist eine berühmte Zeile aus dem Lied Man in the Mirror.
Diejenigen, die Michael Jackson und seine Biographie und sein Werk kennen, sagen, dass Make That Change eines der besten Bücher ist, das je über Michael Jackson geschrieben wurde.

Es entstand über jahrelange Recherche und Arbeit, es ist auf dem aktuellsten Stand und trotz der zum Teil unschönen Elemente sehr lichtvoll und inspirierend.

Dieses Buch sollte auf Englisch erscheinen. Wir suchen deshalb Unterstützung für die englische Übersetzung und Kontakte mit englischen Verlagen. Bitte schreiben Sie mir über das Kontaktformular.

Wer erkennt, was beim King of Pop geschah, durchschaut auch vieles andere.
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Auf amazon.de hat unser Buch bei 50 Rezensionen 4,5 Punkte (Stand 17. April 2019):
  1. In unserem Buch Make That Change zeigen wir, dass hinter diesen Anschuldigungen noch andere Interessengruppen mit beteiligt waren und sind. Dies ist hier jedoch nicht das Thema. In der vorliegenden Abhandlung geht es nur um die Fakten, die darauf hinweisen, dass Wade Robson und James Safechuck lügen.
  2. Zitat aus:
    Michael Jackson sex abuse accuser's lawsuit 'damaged by filmmaker's claims'
    The director of Leaving Neverland has claimed that Michael Jackson's abuse went on longer than first thought, after questions were raised about the timeline of alleged events
    (6 APR 2019)
    https://www.mirror.co.uk/3am/celebrity-news/michael-jackson-sex-abuse-accusers-14243392

    Siehe auch:
    Leaving Neverland director makes 'u-turn' on Michael Jackson claims
    EXCLUSIVE: Michael Jackson biographer Mike Smallcombe has alleged dates in Leaving Neverland do not add up and director Dan Reed agrees
    https://www.mirror.co.uk/3am/celebrity-news/leaving-neverland-director-makes-embarrassing-14221624
  3. Debunking Leaving Neverland 'Lie By Lie' ~ Lie #3: “Safechuck was begged to testify...”
    https://www.youtube.com/watch?v=0xD_jfJr13E&t=13s
  4. PROOF - Stephanie Safechuck caught on lying in Leaving Neverland
    https://www.youtube.com/watch?v=u6ZLzbDpU1M

    MJstudioversions
    (09.03.2019)
Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung der Fakten & juristischen Quellen und der vielen Argumente, die auf folgenden Webseiten zu finden sind:
Deutsch:
(mit laufend neuen Updates)

http://www.jackson.ch

https://all4michael.com
Auf YouTube lassen sich Hunderte von guten Beiträgen zur kritischen Betrachtung von „Leaving Neverland“ finden, zum Beispiel:

The Michael Jackson Innocent Project
https://www.youtube.com/channel/UCdjrgM7_PmskB0SETMqlojw

Dort finden sich u.a. diese beiden Serien von Kurz-Dokus:
Debunking Leaving Neverland ‘Lie By Lie’
Proving MJ’s Innocence ‘Fact by Fact’
Es könnten zahlreiche weitere Webseiten und YouTube-Beträge aufgeführt werden. Die erwähnten sind ein guter Ort, um die eigene Recherche zu beginnen. Was hier im Folgenden zusammengefasst wird, kann über die genannten Webseiten mit dem dortigen Quellenmaterial verifiziert und durch viele Zusatzinformationen vertieft werden.